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Warum die Grüne Welle das Chaos nicht verhindern kann

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

von
erstellt am 12.Sep.2013 | 20:54 Uhr

Als am Dienstag ein umgekippter Lkw in Jagel für eine Sperrung der Bundesstraße 77 sorgte, brach in Büdelsdorf der Verkehr zusammen. Das Problem war, dass der Fernverkehr aus Richtung Norden sich durch die Hollerstraße in Richtung Tunnel vorzukämpfen versuchte. Die Tatsache, dass die Ampelschaltung in einem solchen Fall „auf Durchzug“ gestellt werden kann, half nicht. „Das geht auch gar nicht“, erklärte Matthias Paraknewitz, Leiter der Rendsburger Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr, „durch längere Grünphasen können wir den Stau bestenfalls hinauszögern.“

Zunächst einmal sei der Begriff „Durchzug“ sind ganz richtig. Paraknewitz wies darauf hin, dass in Ausnahmefällen an einem Rechner in der Straße die Gelbphasen gestrichen und dann die Grünphasen verlängert werden könnten. Aber es müsse auch der Querverkehr berücksichtigt werden. Das heißt: Dauergrün gibt es nicht.

Keinen Einfluss hat die Steuerung zudem auf die zwei Bedarfsampeln. Wenn Fußgänger dort auf den Knopf drücken, wird der Rhythmus unterbrochen. „Wirksam wird die Ampelsteuerung deshalb eigentlich nur zwischen Lidl und Thormannplatz“, lautet die Folgerung des Fachmannes. Wenn die Straße erst einmal „gesättigt“ sei, könne man sich ausrechnen, wie schnell die Autokolonne vorwärts komme – bei Ampelphasen von bis zu 120 Sekunden für einen Umlauf von Rot zu Rot.

Zudem sei der Thormannplatz immer ein „Break“ – allein schon wegen der Tatsache, dass dort mehrere viel befahrene Straßen zusammenkommen.

Fazit: Viel bringen verlängerte Grünphasen in der Hollerstraße nicht. „Aber nichts zu tun wäre noch schlimmer“, bilanzierte Paraknewitz.

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