Oktogon : Warten auf den ersten Mieter

'Zukunft leben'  - mit diesem Slogan wird der Oktogon-Gewerbepark vermarktet. Vertragsabschlüsse gibt es erst wenige.  Foto: höfer
"Zukunft leben" - mit diesem Slogan wird der Oktogon-Gewerbepark vermarktet. Vertragsabschlüsse gibt es erst wenige. Foto: höfer

Die Investoren informierten über den Stand der Umwandlung der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne in einen Gewerbepark.

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22. März 2013, 08:47 Uhr

Rendsburg | Ein Haus verkauft, Solarflächen verpachtet, Verhandlungen mit mehreren Interessenten, aber noch keine weiteren Vertragsabschlüsse - das ist die Bilanz 13 Monate und drei Wochen nach dem Start von Oktogon. Der Name steht für die geplante Umwandlung der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne in einen Gewerbepark mit dem Schwerpunktthema Energie. Gestern informierten die Investoren Ralf Thielen und Heinz Schouten von der Thielen Projekt trägergesellschaft in einer Werkshalle auf dem Gelände über den Stand der Konversion. Außer der Aussage, dass man mit möglichen Partnern in Verhandlungen stehe, hatten sie kaum Belastbares zu verkünden. Über die Höhe der Investitionen seit der formellen Übernahme der Liegenschaft im Februar 2012 machten beide keine Angaben.

Mit der Privatschule Mittelholstein und der Beschäftigungsgesellschaft Rabs scheinen die Verhandlungen am weitesten fortgeschritten zu sein. "Mit der Privatschule stehen wir kurz vor dem Abschluss, wir warten nur noch auf deren Okay", sagte Projektmanager Heinz Schouten. Im Fall der Rabs sei der Vertrag "unterschriftsreif". Die Privatschule möchte bereits im kommenden Schuljahr 2013/14 mit dem Unterricht beginnen. Von 80 Schülern in vier Klassen ist die Rede. Nach Aussage von Geschäftsführer Michael Claßen arbeite man mit Banken an der Finanzierung. Das Gebäude, das die Privatschule erwerben möchte, bietet 1200 Quadratmeter Nutzfläche und befindet sich neben dem einstigen Offizierskasino dicht an der Schleswiger Chaussee. Das Fachwerkhaus war - wie berichtet - an den Rendsburger Immobilienhändler Hugo Bädtker gegangen. Er will darin Wohnungen für Demenzkranke anbieten.

Die Beschäftigungsgesellschaft Rabs interessiert sich nach Angaben von Schouten für eine von elf ehemaligen Werkshallen. Auf 1500 Quadratmetern Fläche möchte man unter anderem Fahrräder reparieren und Spielgeräte instand halten. "Die Rabs wäre der erste Mieter in einem unserer Gebäude", so Schouten, der vom 1. Mai als wahrscheinlichem Einzugstermin sprach. Auch die Verwaltung der Rabs könne auf das Oktogon-Areal umziehen.

Zu den weiteren Aspiranten, die gestern Vertretern aus Politik und Wirtschaft vorgestellt wurden, gehört der Verein Autismus Nord, der das erste Autismus-Kompetenzzentrum für Schleswig-Holstein gründen möchte. Nach Aussage von Schouten stehe man zudem mit einem Hersteller von Holzpellets mit Sitz in Stormarn im Kontakt, der vier Werkshallen übernehmen könnte.

Nicht ganz unwichtige Randnotiz für alle Bewohner von Mastbrook: Oktogon bleibt für den Durchgangsverkehr gesperrt. Zwar wollen die Investoren den Zaun entlang der Schleswiger Chaussee teilweise zurückbauen, um "dem Kasernencharakter entgegenzuwirken", wie Schouten betonte. Der Gewerbepark bleibt jedoch rechtlich gesehen Privatgelände und darf nur von Menschen mit einem Anliegen betreten werden. Der Einkauf im Eiderpark gehört nicht dazu.

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