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Handball-Oberliga : War’s das schon, Herr Voß?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Nach 30:31-Heimniederlage schwinden Eider Hardes Chancen auf den Klassenerhalt.

Erneuter Nackenschlag für die HSG Eider Harde: Die Luft im Abstiegskampf in der Handball-Oberliga der Männer wird immer dünner. Zu Hause verlor die Mannschaft von Trainer Christian Voß gegen den VfL Bad Schwartau II knapp mit 30:31 (14:16). Gleichzeitig gewannen die direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt, die SG Hamburg-Nord und der MTV Herzhorn, ihre Partien.

Fünf Punkte beträgt der Abstand jetzt schon zum rettenden Ufer. Und: Sowohl die SG als auch der MTV können in Nachholspielen drauflegen. War’s das schon mit dem Nichtabstieg, Herr Voß?
„Ich bin kein Freund davon, nach jedem Spieltag neu zu rechnen. Wir müssen jedes Spiel unvoreingenommen angehen. Und dann sehen wir, was am Ende herauskommt“, unterstreicht der Coach. Das Erfolgsrezept für seine Mannschaft sei im Prinzip simpel: „Wir brauchen eine super Deckung, einen super Torwart und einen super Gegenstoß.“ All das hatte die HSG am Sonnabend nicht. Das Zusammenspiel zwischen Keeper und Abwehr gefiel Christian Voß nicht so gut wie vor einer Woche in Hamburg-Barmbek. Die Gastgeber hatten ihre Probleme mit den Bad Schwartauer Schützen Kim Kardel und Alexander Mendle. Auch der erfahrene Spielertrainer Mirko Baltic, der seine dezimierte Truppe (nur neun Feldspieler) unterstützte, bereitete der HSG Schwierigkeiten.

Vorne ließen sich die Hausherren überraschen von der 4:2-Deckung gegen Jörg Gosch und Ulf Thöming. Hinzu kam die Verletzung von Kapitän Gosch, der Ende der ersten Hälfte mit muskulären Problemen im Oberschenkel ausfiel. Voß: „Das wäre mir aber zu einfach, die Niederlage auf das Ausscheiden von Gosch zu schieben. Jannik Oettershagen hat Jörg gut ersetzt. Wir hatten trotzdem genügend Möglichkeiten, die Punkte zu holen.“ Der Trainer registrierte alleine zwölf sogenannte hundertprozentige Chancen, die seine Spieler vergaben. Nur in der Anfangsphase führte die HSG, danach übernahm der VfL Stück für Stück das Kommando. Am Schluss hätte es trotzdem fast noch für einen Zähler gereicht. Die HSG verkürzte von 26:30 innerhalb kürzester Zeit auf 29:30. Doch ein Siebenmeter für den VfL beendete die Hoffnung der heimischen Fans auf wenigstens einen Punkt. Voß gestand ein: „Den Strafwurf kann man geben.“

Sieben Spiele bleiben der HSG noch, irgendwie den Klassenerhalt zu schaffen. 14 Punkte sind dabei noch zu vergeben. Realistisch sind allerdings nur zehn. Auswärts beim HSV und in Flensburg gibt es nichts zu holen. Man muss schon ein unverbesserlicher Optimist sein, um noch an den Klassenerhalt zu glauben. Allerdings hat die Erfahrung der vergangenen Spielzeiten gelehrt: Die HSG-Spieler sind unverbesserliche Optimisten.

HSG Eider Harde: Treziak, Dobratz – Brown (5), Oettershagen (5/2), Behmer (2), Gosch, Plöhn (2), Ketelsen, Oeltjen (7), Hell, Bendixen (4), Meyer 1, Thöming (4).

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