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Rund ums Schaf – Folge 5 : Wanderschäferin: Mit der Herde unterwegs

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Mit 800 Schafen durch die Landschaft wandern - für Birgit Voigtländer aus Aukrug ist das „etwas sehr Schönes“.

Als Wanderschäferin hat Birgit Voigtländer in Schleswig-Holstein nur eine Handvoll Berufskollegen. Deich- und Koppelschäfer gibt es deutlich mehr. „Als Wanderschäferin zieht man mit seinen Tieren im Prinzip dem Futter hinterher“, erklärt Birgit Voigtländer, „im Gegensatz zur Koppelschäferei wird außerdem in der Wanderschäferei mit Hunden gehütet.“

Es gibt im Laufe des Jahres zwei größere Herdenwanderungen: im Frühling von der Winter- zur Sommerweide und im Herbst den gleichen Weg zurück. Zwischendurch wird aber auch immer mal wieder gewandert. „Gestern zum Beispiel bin ich in Hardebek mit 800 Schafen 2,5 Kilometer von einer Weide zur anderen gezogen“, erzählt die Aukrugerin.

Im Winter ist sie mit ihren Schafen auf den Wiesen von Landwirten zu Gast. „Meine Tiere haben was zu fressen, und die Bauern bekommen ihr Gras auf natürliche Weise gekürzt wie mit einer Walze.“ Im Sommer dagegen sind Birgit Voigtländers Schafe im Auftrag des Landes Schleswig-Holstein als Landschaftspfleger in Naturschutzgebieten im Einsatz: in der Barker Heide, im Stellbrookmoor und in der Wittenborner Heide (alles im Kreis Segeberg). Wenn sie mit ihrer Herde zur Barker Heide zieht, teilt sich die Wanderschäferin die Strecke in Tagestouren ein. „15 Kilometer am Stück kann man pro Tag schaffen.“ Wie viele Helfer braucht man für so einen Schafstreck? „Dafür reichen zwei bis drei Leute und zwei Hunde.“

Das Leben als Wanderschäferin hat seine Sonnen- und Schattenseiten. „Man ist viel mit den Schafen und Hunden unterwegs, und die Lammzeit, wenn die Jungtiere überall rumhüpfen, ist für mich auch nach 25 Berufsjahren noch etwas sehr Schönes“, sagt Birgit Voigtländer, um dann auf die negativen Aspekte zu sprechen zu kommen: „Das ist schon körperlich anstrengende Arbeit, man hat wenig frei und verdient nicht allzu viel.“

Trotz der strapaziösen Arbeit ist die Wanderschäferei im Moment bei jungen Frauen ziemlich beliebt. „Ich habe zusammen mit einem anderen Betrieb derzeit drei Lehrlinge – und die sind alle weiblich.“ Als zweites Standbein hat Birgit Voigtländer jetzt die Direktvermarktung für sich entdeckt. Kunden können neuerdings bei der „Schäferei Aukrug“ Lammfleisch kaufen und Schaffelle bestellen.

>Nächster Schlachttermin: 1. Februar.

Das ganze Angebot unter

www.schaeferei-aukrug.de

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