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Grossübung : Wand aus Wasser rettet Nebengebäude

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Sieben Wehren im Amt Nortorfer Land stellen sich einer Großübung in Gnutz. Der Amtswehrführer ist von der Einsatzleitung und den zahlreichen Kameraden überzeugt. Dank der gelungenen Übung gingen die Einwohner wieder beruhigt in ihre Häuser.

shz.de von
erstellt am 13.Sep.2013 | 13:34 Uhr

Bürgermeister Markus Mehrens’ Blick ist sorgenvoll; aus den Dächern von zwei Wirtschaftsgebäuden auf seinem Hof dringen dichte Qualmwolken. Um 18.35 Uhr heulen die Sirenen, Feueralarm für die Wehren aus dem Amt Nortorfer Land. Sie kommen aus Timmaspe, Krogaspe, Schülp, Bargstedt, Oldenhütten und Brammer. Die ersten waren naturgemäß die Gnutzer, die um 18.41 Uhr eintrafen, aber die anderen waren nicht viel langsamer, zehn Minuten später sind alle vor Ort. Amtswehrführer Dirk Arendt, der von seinem Stellvertreter Thorsten Messale unterstützt wird, gibt die Lage aus. Neben den brennenden Gebäuden werden noch eine nicht bekannte Anzahl von Personen vermisst, außerdem müssen nicht genau bezeichnete Chemikalien in drei verschiedenen Behältnissen geborgen werden. Zudem machen umlaufende Winde der Stärke fünf bis sechs die Löscharbeiten nicht einfacher. Um die umliegenden Gebäude, die sogenannte „Grenzbebauung“, zu schützen, müssen sowohl die Dächer nass gehalten, als auch eine Riegelstellung, eine Wand aus Wasser, aufgebaut werden.

Die Feuerwehrmänner holen die Gerätschaften aus den Löschfahrzeugen und verlegen die Schläuche, schließen sie an, dann heißt es: Wasser marsch! Es bilden sich Trupps, die mit schwerem Atemschutz versehen auf der Suche nach den Vermissten und den Chemikalien in den verqualmten Gebäuden verschwinden. Die Teams wirken eingespielt, die Kommunikation klappt.

Um 19.15 Uhr ertönt dann eine Stimme aus einem Megaphon: „Übungsende“, denn um eine normale Alarmübung handelte es sich, „Treffen für alle in einer Viertelstunde in der Sporthalle.“ Bis dahin sollen die Geräte wieder verstaut sein, auch das muss schnell klappen. Amtswehrführer Dirk Arendt zieht eine positive Bilanz: „Einer der Schwerpunkte war, dass der Einsatzleiter den Überblick behält, wenn die einzelnen Wehren eintreffen. Er hat diese Aufgabe gut gelöst, alles in allem ist der Einsatz gut gelaufen.“ Bevor es anschließend zur eigentlichen Einsatzbesprechung ging, durften sich alle erst einmal bei einem kräftigem Essen stärken, und die anwesenden Zuschauer gingen mit dem Gefühl nach Hause, sich auf ihre „Firefighter“ verlassen zu können.

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