Waldorfschule Rendsburg : Waldorfschule geht es vorsichtig und fröhlich an

Stefan Schauer, Vorstandsmitglied der „Anthroposophischen Bildungsinitiative“, bereicherte das Neugründungsfest mit Liedern.
Stefan Schauer, Vorstandsmitglied der „Anthroposophischen Bildungsinitiative“, bereicherte das Neugründungsfest mit Liedern.

Die neue Einrichtung hat nur einen kleinen Teil der Vorgänger-Schule angemietet. Am Wochenende feierten Lehrer, Eltern und Schüler die Neugründung.

shz.de von
20. August 2018, 10:15 Uhr

Rendsburg | Fröhliche Kinder und Eltern, buntes Treiben auf dem ehemaligen Schulhof: Draußen und drinnen ein Biotop zum Glücklichsein für Kinder, Eltern und Lehrer. Die „Anthroposophische Bildungsinitiative Rendsburg“ feierte das Neugründungsfest ihrer Waldorfschule. Künftig soll im Rahmen einer Gesamtschule in der Nobiskrüger Allee nach dem Prinzip der Waldorfschulen unterrichtet werden: Förderung statt Auslese.

Dazu hat die Initiative einen Teil der Räume der früheren Schule angemietet, die mit Ende des vergangenen Schuljahres nach einer Insolvenz schließen musste. Die Räume wurden gründlich renoviert. Nur die Mauern sind die alten geblieben. Alles andere ist in dem zu einem kleinen Teil angemieteten Gebäude neu und hat mit der Vergangenheit nichts zu tun. Acht Räume stehen für Unterricht und Verwaltung der Doppelklassen vom ersten bis zum sechsten Schuljahr zur Verfügung, dazu der Schulgarten mit Gewächshaus. Geplant ist, den Standort für die Zukunft zu sichern.

Die „Neue Waldorfschule“ hat rechtzeitig am 1. August in den Sommerferien vor dem Schulbeginn vom Ministerium in Kiel die Schulgenehmigung erhalten. Anlässlich des Gründungsfestes freute sich Andrea Loose, Fachbereichsleiterin Bürgerdienste der Stadt Rendsburg, dass die Schullandschaft der Stadt nun wieder vollständig sei. „Das steigert die Attraktivität Rendsburgs als Bildungs- und Kulturstadt mitten im Land!“ Unterstützt von Bürgermeister Pierre Gilgenast war es gelungen, in kurzer Zeit alle schulrechtlichen Hürden für den Verein Anthroposophische Bildungsinitiative als Träger der „Schule in Gründung“ zu überwinden. Bis zur endgültigen Aufnahme durch den Bund der Freien Waldorfschulen erhält die Initiative dort einen Gaststatus.

Ein Erfolg für den aus zehn Mitgliedern bestehenden Aktivkreis um Vorstandsmitglied Stefan Schauer: „Ja, die Schule lebt. Dank Euch!“, begrüßte er 100 Kinder und Eltern, die zum Gründungsfest gekommen waren. Sein Dank galt allen Helfern und Unterstützern. Ihrem unermüdlichen Einsatz sei es zu verdanken, dass mit dem Beginn des neuen Schuljahres der Unterricht beginnen kann.

Die Schule hat acht Lehrkräfte. Als Geschäftsführer wurde Bernd Hadewig aus Eckernförde gewonnen. Bis zu seiner Pensionierung hatte er diese Funktion an der Waldorfschule in Eckernförde wahrgenommen.

„Kein Stuhl gehört uns! Wir mieten mit der unteren Etage einen winzigen Teil dieser Schule an. Wenn nötig, können wir mehr dazu mieten“, führte Schauer aus. Die Mindestzahl von 60 Schülern sei bereits übertroffen worden. Weitere Anmeldungen sind auch innerhalb des laufenden Schuljahres möglich. Ab dem 8. September wird an jedem Montagabend unter der Leitung von Matthias Michael der Eltern-Lehrer-Freunde-Chor proben.

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