"Waldorf One World": Schüler helfen Schülern

Schule in Afrika: Damit auch hier gelernt werden kann, wurde in Deutschland gejobbt.
Schule in Afrika: Damit auch hier gelernt werden kann, wurde in Deutschland gejobbt.

shz.de von
05. Oktober 2010, 03:59 Uhr

Rendsburg | Am 1. Oktober fand an vielen Waldorfschulen der WOW-Day statt. Schülerinnen und Schüler arbeiteten einen Tag lang und spendeten das verdiente Geld an Waldorfprojekte weltweit. "Waldorf One World" nennt sich deshalb diese Initiative.

Die Ausnahme machten Schüler unter 13 Jahren. Diese wiederum hatten die Möglichkeit, mit der gesamten Klasse eine Aktion zu starten und so gemeinsam Spenden zu sammeln. Alle Beträge, die erarbeitet worden waren, wurden an die Freunde der Erziehungskunst überwiesen und zu hundert Prozent weitergeleitet. Waldorfschulen, Waldorfkindergärten und heilpädagogische Einrichtungen kämpfen täglich um ihre Existenz, da die meisten von ihnen nicht staatlich gefördert werden. Um Kindern zum Beispiel in Afrika trotzdem den Zugang zu einer menschenwürdigen Pädagogik und angemessener Schulbildung zu ermöglichen - was oft schon nur eine warme Mahlzeit am Tag beinhaltet - sind diese auf Unterstützung zum Beispiel in Form von Spenden angewiesen.

Natascha Völkl und Merle Brüggen, beide 15 Jahre alt und Schülerinnen an der freien Waldorfschule Rendsburg, hatten für einen Tag keinen Unterricht und haben stattdessen für den WOW-Day einen Job im Kinocenter Rendsburg angenommen. Natascha stand an der Kasse und machte Popcorn, während Merle Getränke zubereitete und Leute bediente. Sie haben auf diese Weise nicht nur für andere Schüler gesammelt, sondern auch einen Einblick ins Berufsleben bekommen.

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