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Landeszeitung

20. Oktober 2017 | 00:30 Uhr

Aukrug : Wärme treibt den Spargel hoch

vom

Offizielle Saisoneröffnung mit neuer Spargelkönigin: Miriam Kunst hat das ehrenvolle Amt übernommen

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 09:01 Uhr

AUKRUG | Mit zwei Wochen Verspätung hat in Bünzen die Spargelsaison begonnen. "Auf den Feldern wird schon seit ein paar Tagen Spargel gestochen, aber jetzt geht’s so richtig los mit der Ernte, weil es wärmer wird", erklärte Spargelbauer und Tourismusvereins-Chef Gerd Looft-Böttiger, der gestern die neue Spargelkönigin Miriam Kunst beim offiziellen Aukruger Spargelanstich vorstellte. Sie wird als Miriam I. regieren und tritt als dritte Spargelkönigin die Nachfolge von Eltje Böttke an, die das Amt vier Jahre lang innehatte.

Im Gegensatz zu den beiden bisherigen Königinnen Sandra Helms und Eltje Böttke musste Miriam Kunst kein Casting gewinnen, um sich für ihren majestätischen Posten zu qualifizieren. "Der Vorstand des Tourismusvereins hat entschieden, dass es in diesem Jahr eine neue Spargelkönigin geben soll", berichtete Looft-Böttiger, "und da ist uns Miriam Kunst als geeignete Kandidatin empfohlen worden." Miriam Kunst (geb. Schöning) ist in Sarlhusen zu Hause, 22 Jahre jung, gebürtige Aukrugerin, Mutter von zwei Töchtern (Mia und Rike) und hat zwei Jobs: als selbständige Nageldesignerin und als Aushilfsmelkerin auf dem Hof des Sarlhusener Bürgermeisters.

"Das ist auf jeden Fall eine große Ehre, zur Spargelkönigin ernannt zu werden", meinte Miriam I., "ich bin gespannt, was mich da alles erwartet." Zwei repräsentative Auftritte hat sie sich schon in ihren Terminkalender eintragen können: eine Einladung von Ministerpräsident Torsten Albig (zusammen mit anderen Produktköniginnen) ins Gästehaus der Landesregierung (15. August) den Internationalen Deutschen Königinnentag in Hamburg-Bergedorf (3. bis 6. Oktober).

Die Amtszeit von Miriam I. ist vom Tourismusverein erstmal auf zwei Jahre festgelegt, kann aber auch verlängert werden. "Wenn sie ihre Sache richtig gut macht, könnte sie auch noch länger Königin bleiben", merkte Looft-Böttiger an, "und im nächsten Jahr wird sie dann auch beim Spargelfest auftreten, denn unser Fest soll 2014 auf jeden Fall wieder stattfinden." In diesem Jahr wurde die Veranstaltung wegen der Kommunalwahlen abgesagt.

Die sieben Bünzer Spargelbauern hoffen nun auf möglichst viele warme Tage bis zum traditionellen Ende der Spargelsaison am 24. Juni. "Bei Wärme sprießt der Spargel so richtig und der Ertrag steigert sich", erklärte Looft-Böttiger. Regen können die Spargelbauern nicht gebrauchen. "Dann kühlt sich der Boden ab und man hat gleich Minderertrag zu verzeichnen." Kann es trotz des verspäteten Saisonstarts noch eine gute Spargelernte werden? "Wir hoffen, dass uns die Erntezeit bis zum 24. Juni noch einigen Ertrag bringt", meinte Looft-Böttiger, "aber es wird sicherlich kein Rekordjahr mehr werden."

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