Imland-Lauf : Wärme macht den Sportlern zu schaffen

Startschuss zum 10,5-Kilometer-Lauf.
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Startschuss zum 10,5-Kilometer-Lauf.

Büdelsdorfer Feuerwehrleute legen Strecke in voller Montur zurück.

shz.de von
17. Juni 2018, 10:41 Uhr

Rendsburg | Beim 7. Imland-Lauf durch Rendsburg und Büdelsdorf starteten 1084 Teilnehmer. „Wir haben einen neuen Rekord“, freute sich der Initiator, Professor Dr. Ulrich Pulkowski, Chefarzt der Neurologie an der Imland-Klinik. Im vergangenen Jahr hatten sich 1002 Sportlerinnen und Sportler beteiligt. Sieger über die 10,5-Kilometer-Strecke wurde Vilmos Tomaschewski in 35:27 Minuten. Am Ende der Fünf-Kilometer-Distanz lief Jacek Hrynko in 16:36 Minuten als Erster durch das Ziel am Rondo.

Ein stark besetztes Feld, frühsommerliche Bedingungen und viele gut gelaunte Athleten sorgten für ausgelassene Stimmung. Im Zielbereich am Rondo in Büdelsdorf ließen sich die Schnellsten feiern – und auch die weniger Ambitionierten genossen nach fünf oder 10,5 Kilometern das Bad in der Menge. Für Kinder wurde eine 800 Meter lange Strecke angeboten.

Die Altersspanne der Teilnehmer reichte von sechs bis Mitte 80 – ein Beleg dafür, dass Laufen in fast jedem Alter betrieben werden kann. Und jeder, der das gelbe Zieltor erreichte, durfte sich als Sieger fühlen. Silke Wacks zum Beispiel. Die Kinderkrankenschwester von der Wochenstation des Krankenhauses gehörte zur großen Schar der „Imländer“. Bereits zum vierten Mal war sie dabei, doch „so heiß wie dieses Mal war es noch nie“. An vielen Stellen sei kein Luftzug zu spüren gewesen. Auch Ratsherr Matthias Bruhn zählte zu denen, die im Ziel erst einmal gehörig Luft holen mussten, bevor sie in der Lage waren, über das Rennen zu berichten. „Dafür, dass ich gar nicht trainiert habe, bis ich zufrieden.“ Bruhn war am Vormittag kurzfristig für einen verhinderten RTSV-Läufer eingesprungen.

Die Tapferkeits-Medaille verdienten sich wie in den Vorjahren die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Büdelsdorf. Sie absolvierten die Kurzdistanz in voller Montur und auch noch mit sperrigem Atemschutzgerät auf dem Rücken. Beides wiegt zusammen etwa 15 Kilogramm. Eine Schrecksekunde gab es, als ein junger Feuerwehrmann mit Kreislaufschwäche im Zielbereich kollabierte. Mitarbeiter der Imland-Klinik und später auch Sanitäter kümmerten sich um ihn.

Der Erlös aus dem Imland-Lauf geht wieder an den Landesverband der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft. Vergangenes Jahr kamen 7000 Euro für den guten Zweck zusammen.

127 Kinder nahmen am Bambinilauf teil. 357 Läufer stellten sich der Viertelmarathondistanz über 10,5-Kilometer. 600 Sportler rannten fünf Kilometer. Angemeldet hatten sich zwar mehr Läufer, doch die Organisatoren beschränkten das Feld auf 600 Personen je Lauf und mussten erstmals Absagen erteilen. Neu war auch die Zeitmessung: Die Teilnehmer starteten erstmals mit elektronischen Transpondern.

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