Im Aufwind : Wählergemeinschaften legen zu

<p>Spannung am Wahlsonntag in Schacht-Audorf: Die Fraktion der Allgemeinen Audorfer-Wählergemeinschaft (ASW) von Christiane Retzlaff (Dritte von rechts) gewann einen Sitz dazu, die SPD-Fraktion mit Bürgermeisterin Sabrina Jacob (Vierte von links) verlor ein Mandat. Foto: JH Frank</p>
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Spannung am Wahlsonntag in Schacht-Audorf: Die Fraktion der Allgemeinen Audorfer-Wählergemeinschaft (ASW) von Christiane Retzlaff (Dritte von rechts) gewann einen Sitz dazu, die SPD-Fraktion mit Bürgermeisterin Sabrina Jacob (Vierte von links) verlor ein Mandat. Foto: JH Frank

Auch im Rendsburger Umland büßen die großen Parteien bei der Kommunalwahl an Stimmen ein.

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08. Mai 2018, 13:05 Uhr

Rendsburg | Der Landestrend bei der Kommunalwahl spiegelt sich auch im Rendsburger Umland wider: Die SPD hat Stimmen eingebüßt. Im Vergleich zu 2013 verlor sie die absolute Mehrheit in Fockbek (von 51 auf 38,3 Prozent) und Schacht-Audorf (von 51,16 auf 45,7 Prozent). In Westerrönfeld ging ihr Anteil von 35 auf 28 Prozent zurück, in Osterrönfeld von 21 auf 15,9 Prozent, in Büdelsdorf von 44,3 auf 35,4 Prozent.

Aber auch die Osterrönfelder Wählergemeinschaft erlitt Einbußen. Ihr Anteil sank von 43 auf 33,9 Prozent. Dafür gewann die Freie Wählergemeinschaft Osterrönfeld (von 15 auf 25,5 Prozent) und die FDP (von vier auf 7 Prozent). In Westerrönfeld legten die CDU um 0,5 Punkte auf 48,3 Prozent zu. Die Wählergemeinschaft kletterte von 17,7 auf 21,6 Prozent. In Fockbek verbesserte sich die CDU von 32,5 auf 41 Prozent und die Wählergemeinschaft von 12,8 auf 20,7 Prozent. In Schacht-Audorf steigerten sich die CDU von 34,4 auf 39,1 Prozent und die Wählergemeinschaft von 14,4 auf 15,2 Prozent. In Büdelsdorf wuchs der Anteil der CDU von 31,6 auf 35,4 Prozent. Die FDP zieht mit sechs Prozent erstmals in den Rat ein. In Büdelsdorf sank der Anteil des SSW von 8,5 auf 8,1 Prozent und der Wählergemeinschaft von 15,4 auf 15,2 Prozent.

Fockbek
Wahlbeteiligung: 50,2 Prozent. CDU: 1916 Stimmen (41 Prozent), SPD: 1790 Stimmen (38,3 Prozent), Unabhängige Wählergemeinschaft Fockbek (UWF): 970 Stimmen (20,7 Prozent). Die Einzelbewerberin Sophie Frerichs erhielt 69 Stimmen.
Gemeindevertretung: CDU (acht Sitze): Ulrike Buttgereit, Dr. Hans-Henning Loose, Hans-Hinrich Möller, Klaus Jürgen Grage, Sönke Theede, Norbert Wilkens (direkt), Daniel Beyer, Jilani-Alain Ben Mahmoud (Liste).
SPD (sieben Sitze): Ilka Schröder, Werner Blase, Karina Müller, Nicole Tietz (direkt), Horst Dieter Kolisch, Karl-Heinz Homp, Bernd Schadwinkel (Liste).
UWF (vier Sitze): Heino Lorenzen, Ralf Bollmann, Manfred Loof, Gert Soll (Liste).

Westerrönfeld
Wahlbeteiligung: 50,7 Prozent. CDU: 2622 Stimmen (48,3 Prozent), SPD: 1518 Stimmen (28 Prozent), Kommunale Wählergemeinschaft Westerrönfeld (KWG): 1171 Stimmen (21,6 Prozent). Der Einzelbewerber Godber Andresen erhielt 121 Stimmen.
Gemeindevertretung: CDU (acht Sitze): Herbert Schneider, Marcus Speck, Rixa Kleinschmidt, Frank Ohlsen, Hans Werner Lassen, Hans-Otto Schülldorf, Markus Rohwer, Janis Stark (direkt).
SPD (fünf Sitze): Simone Riedke, Uwe Lindemann und Dr. Norbert Klause (Liste). Anja Brandenburg-Heinz, Heino Hansen (das Los entscheidet, wer von beiden ein Direkt- und ein Listenmandat erhält).
KWG (vier Sitze): Michael Gersteuer, Reiner Pohl-Thur, Ute Seufert, Brigitte Jäger (Liste).

Osterrönfeld
Wahlbeteiligung: 55,3 Prozent. Osterrönfelder Wählergemeinschaft (OWG): 1495 Stimmen (33,9 Prozent), Freie Wählergemeinschaft Osterrönfeld (FWO): 1125 Stimmen (25,5 Prozent), CDU: 781 Stimmen (17,71 Prozent), SPD: 700 Stimmen (15,9 Prozent), FDP: 308 Stimmen (7 Prozent).
Gemeindevertretung: OWG (sechs bis acht Sitze): Tina Paugstadt, Herta Frahm, Raimer Kläschen, Andreas Hein-Kolb, Bernd Sienknecht, Sven Bareiß (direkt).
FWO (zwei bis vier Sitze): Angelika Pascheberg, Klaus-Jürgen Ströh (direkt). Zwischen Manfred Sick (FWO) und Heinrich Stremmer (OWG) sowie Dr. Christian Hauck (FWO) und Hans Bosmann (OWG) wird gelost. Dann werden die Listenplätze vergeben.

Schacht-Audorf
Wahlbeteiligung: 52,6 Prozent. SPD: 2429 Stimmen (45,7 Prozent), CDU: 2077 Stimmen (39,1 Prozent), Allgemeine Schacht-Audorfer Wählergemeinschaft (ASW): 809 Stimmen (15,2 Prozent).
Gemeindevertretung: SPD (acht Sitze): Sabrina Jacob, David Schacht, Manfred Dresen, Dorit Sievers, Fred Straub (direkt), Jens Thies (Liste). Wegen Stimmengleichheit wird ein Direktmandat zwischen Horst Köller und Björn Laspe ausgelost. Davon abhängig wird der achte Sitz anhand der Liste verteilt.
CDU (sechs Sitze): Beate Nielsen, Frank Dekarz, Manfred Peters (direkt), André Pekron, Oliver Friedrich, Ralf Deckert (Liste).
ASW (drei Sitze): Christiane Retzlaff, Frank Bergmann, Rainer Wulf (Liste).

Büdelsdorf
Wahlbeteiligung: 43 Prozent. Die Sitzverteilung geht aus der Tabelle oben hervor.
CDU (acht Sitze): Maike Wilken, Doris Höll, Konstantinos Wensierski, Hans-Jürgen Bsdenga, Lara Tinsen, Arvid Hagge, Andreas Klauder, Heiko Müller (direkt).
Stadtvertretung: SPD (acht Sitze): Beate Sameisky, Henning Schmidt, Thomas Heckmann, Carina Rossbach (direkt), Martin Hartig, Dr. Renja Romey-Glüsing, Alexander Lerbs, Bettina Dreßler (Liste).
FDP (ein Sitz): Rene Banaski (Liste).
SSW (zwei Sitze): Sonja Schaedla, Christian Brodersen (Liste).
Büdelsdorfer Wählergemeinschaft (BWG, vier Sitze): Michael Huep, Eveline Knarr, Walter Reichelt, Joachim Bolz (Liste).

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