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Nortorf : Vorfreude auf hochklassiges Rennen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Am 20. März startet der achte Giro Nortorf. Teilnehmerzahl ist in diesem Jahr mit 750 Startern geringer als sonst. Sorge um Nachwuchs.

von
erstellt am 09.Mär.2016 | 06:00 Uhr

Vor wenigen Wochen noch stand der Giro Nortorf auf der Kippe (wir berichteten). Doch dank der tatkräftigen Unterstützung vieler Sponsoren, die das Rennen wertschätzen, kann die achte Auflage des hochklassigen Rennens am Sonntag, 20. März, beginnen. Mehr als 100 ehrenamtliche Helfer sind an diesem Tag im Einsatz, rund 1500 Zuschauer sind im Schnitt zu verzeichnen und 750 Fahrer aus ganz Deutschland und benachbarten Ländern gehen an den Start.

Mit den Meldezahlen zeigt sich Bernd Schmidt, Vorsitzender der Radsportgemeinschaft Mittelpunkt Nortorf (RSG), jedoch nicht ganz zufrieden. „Im vergangenen Jahr mussten wir noch bei 900 Teilnehmern Schluss machen, sonst wäre das logistisch nicht mehr machbar gewesen. Dieses Jahr sind es dafür rund 150 Anmeldungen weniger.“ Grund dafür seien vor allem die Nachwuchsprobleme der Radvereine. „Radfahren ist ein teueres Hobby. Das Equipment ist aber nun mal nötig“, erklärt der Chef-Organisator, „zudem ist es auch sehr zeitaufwendig.“ Ziel sei es nun, wieder vermehrt an die Schulen zu gehen und Werbung für den Sport zu machen. Dies habe man bereits in der Vergangenheit im Rahmen der Offenen Ganztagsschule versucht. „Unsere Motivation ist es, die Schüler für den Sport zu begeistern. Das liegt mit unserem Verein und der Veranstaltung hier in Nortorf ja auch nahe“, betont RSG-Vize-Chef Manfred Richter. „Der Sporthorizont ist hoch und die Konkurrenz an Möglichkeiten groß. Da müssen wir gegenwirken.“

Trotz der geringeren Meldezahlen in diesem Jahr gehen die Organisatoren optimistisch in die Veranstaltung: „Das ist ein hochklassiges Rennen, für viele Sportler ist es der Beginn der Saison, der Ablauf und die Organisation sind absolut spitzenmäßig.“ Kein Wunder, dass der Giro mittlerweile das größte nicht kommerziell organisierte Amateur-Radrennen Deutschlands ist. Gemeinsam mit der Doppel-Veranstaltung „Rund um Ascheffel“ einen Tag zuvor hat sich der Giro einen Namen gemacht – auch im Ausland. So reisen nicht nur aus Schleswig-Holstein und ganz Deutschland Fahrer an, sondern auch aus Norwegen, Schweden, Dänemark und Holland.

Aufgeteilt in elf Kategorien – von den Minis bis zu den Senioren – gehen dis Sportler ab 9 Uhr auf die Strecke. Diese ist für den ganzen Tag gesperrt. Rund 900 Haushalte wurden darüber bereits informiert. „Dennoch kommt es jedes Jahr wieder vor, dass sich Leute darüber beschweren“, berichten Richter und Schmidt, sagen aber auch: „Das nehmen wir mit Gelassenheit hin.“ „Denn“, so Schmidt: „An 364 Tagen im Jahr ist die Strecke ohne Einschränkungen frei. Da kann man einen dreiviertel Tag mal in Kauf nehmen.“ Schließlich zählt der Giro nicht nur im Allgemeinem zu einer Spitzenveranstaltung – gemeinsam mit dem Stadtlauf bildet er die einzigen großen Sportveranstaltungen im Amt Nortorfer Land. Zudem sorgt Streckenchef Manfred Richter dafür, dass am Renntag auch die Personen, die von den Sperrungen betroffen sind, von a nach b kommen. „Am besten man ruft schon im Vorfeld unter der Nummer 0172/8427851 an, dann kann man Probleme sofort besprechen. Bislang ist nämlich noch jeder dort hingekommen, wo er auch hinwollte.“

Da vor allem die Streckenabsperrungen ehrenamtlich nicht mehr zu leisten sind, werden diese nun von einer Firma übernommen. Zusammen mit weiteren Kosten wie Preisgelder, Kosten für Schiedsrichter oder Equipment kommen insgesamt rund 20  000 Euro zusammen. „Unsere Schatzmeisterin hat schon gesagt, dass es knapp werden könnte mit der Deckung“, sagt Bernd Schmidt, der gemeinsam mit seinen Kollegen seit Herbst jeden Tag mit der Organisation des Rennens verbringt. „Wenn man sieht, mit wie viel Herzblut an diese Sache rangegangen wird, freut es uns doch sehr, diese Veranstaltung zu unterstützen“, betont Georg Schäfer, Vorstand der VR-Bank im Kreis Rendsburg-Eckernförde, stellvertretend auch im Namen seiner Sponsoring-Kollegen, „und ich kann euch versprechen, dass ihr nicht auf einen Betrag X sitzen bleiben werdet.“ Dank der Unterstützung der Sponsoren kann nun eigentlich nichts mehr schief gehen. „Sogar das Wetter soll mitspielen. Es wird nicht zu kalt, aber auch nicht zu warm“, freut sich Bernd Schmidt auf den 20. März, „das wird eine tolle Veranstaltung.“

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