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Landeszeitung

13. Dezember 2017 | 16:33 Uhr

Vorbereitungen auf ein neues Leben

vom

Büdelsdorfer Schülerin Lisann Hielscher erhält Stipendium in den USA

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Büdelsdorf | Für ein Jahr ins Ausland, Neues erleben und eine andere Kultur kennenlernen: Für viele Schülerinnen und Schüler ein Traum, der jedoch vor allem durch hohe Kosten schwierig zu erreichen ist. Auch Lisann Hielscher aus Büdelsdorf wollte diese Erfahrung machen und bewarb sich im Mai 2012 bei der Austauschorganisation YFU - Youth for Understanding - für ein Vollstipendium, das durch eine politisch neutrale Organisation des deutschen Bundestages ermöglicht wird und die kompletten Kosten trägt.

Dieses "Parlamentarische Patenschafts-Programm" soll die dauerhaft enge Verbindung zwischen Deutschland und der USA stärken und schickt deshalb Jahr für Jahr 60 - 80 Stipendiaten nach Amerika, die dort leben, die Kultur kennenlernen - aber auch als Botschafter für Deutschland fungieren und einen freiwilligen Dienst absolvieren. Lisann setzte sich gegen ihre Mitbewerber durch und erhielt das Stipendium, das einen Gesamtwert von bis zu 10 000 Euro hat.

Zuvor musste sie mehrere Bewerbungsschritte absolvieren. Dazu gehören ein selbst geschriebener Bericht über sich selbst, Gruppen- und Einzelgespräche, in denen sie Konfliktsituationen lösen und ihr politisches Wissen zeigen musste. Darüber hinaus war ein Vorstellungsgespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Johann Wadephul, zu führen, der Lisann letztich für das Stipendium auswählte.

Der CDU-Abgeordnete übernimmt nun zum zweiten Mal die Patenschaft für einen Stipendiaten in dieser Wahlperiode. "Natürlich muss man sich die Frage stellen, wer dafür sorgen kann, dass Deutschland gut in der Welt wahrgenommen wird. Lisann wirkt für ihre 17 Jahre sehr reif und kommunikativ. Außerdem hat es mir imponiert, dass sie sich nun bereits das zweite Mal für das Stipendium beworben hat und im Gespräch mit mir trotzdem so fröhlich und locker war. Sie hat mir gezeigt, dass wir mit ihr die richtige Botschafterin in die USA schicken", begründet Wadephul seine Wahl. Der Politiker, der die Auswahl und Patenschaft für das Stipendium freiwillig übernimmt, wird auch während des Jahres, das Lisann in Flower Mound in Texas verbringt, Kontakt zu ihr halten und zusätzlich versuchen, ihr einen Kontakt zu einem amerikanischen Parlamentsabgeordneten herzustellen.

Nun fliegt die Büdelsdorferin am 8. August von Hamburg aus in Richtung Dallas und muss sich langsam von Familie und Freunden verabschieden. Angst vor Enttäuschung hat die Schülerin des Gymnasiums Kronwerk nicht, denn durch den Kontakt mit ihrer Gastfamilie per Facebook und der bereits jetzt schon sehr offenen und freundlichen Art ist sie zuversichtlich. "Natürlich kann es sein, dass ich auch Heimweh bekomme, aber ich glaube, ich komme damit ganz gut klar", sagt sie selbstbewusst.

Ihr Ziel ist es, in Amerika die Kultur kennenzulernen, aber auch die deutsche Kultur zu zeigen, Freunde zu finden und ein typisch amerikanisches Leben zu führen. Die erste Berührung mit diesem neuen Leben hat sie schon auf einer Vorbereitungstagung und der Vorbereitungstagung für Stipendiaten erlebt. Sie hat schon zu Hause damit gegonnen, sich viele Gedanken über den Lebensstil in den USA machen - zum Beispiel über den speziellen Dress-Code an ihrer amerikanischen High School. Kein Wunder ist es also, dass sie sagt, sie sei mit dem Kopf schon fast in Amerika.

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