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Rendsburg : Vor dem Umzug: Teller und Tassen werden aussortiert

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Mitarbeiter im Christophorushaus packen jetzt. Für Mitte September ist der Einzug ins neue Domizil bei St. Michael geplant.

Die Tage des Christophorushauses sind gezählt. Das wird beim Gang durch die Flure und Räume deutlich. Die Schritte von Olivia Schneider hallen in den langen Gängen wider. Neben den Bürotüren warten zusammengefaltete Umzugskartons darauf, gefüllt zu werden. Im großen Saal stapeln sich auf langen Tischen Gläser und Kaffeekannen. „Wahrscheinlich werden wir Mitte September umziehen“, sagt die Pressereferentin. Darum ist jetzt Packen angesagt.

Das Gebäude an der Hindenburgstraße war zu groß geworden für die Bedürfnisse des Zentrums für Kirchliche Dienste (ZeKiD). Im ehemaligen Pastorat und Gemeindehaus von St. Michael haben die Mitarbeiter ein neues Domizil gefunden. Dort arbeiten zurzeit die Handwerker daran, alles vorzubereiten. Vor dem Umzug gilt es jedoch, erst einmal auszumisten – „so wie in jedem Haushalt“, sagt Uwe Schütt. Er vertritt den Hausmeister und ist momentan damit beschäftigt, aus allen Räumen und Winkeln die Gegenstände zusammen zu tragen. „Damit man einen Überblick hat“, sagt er, während sein Blick durch den großen Saal schweift. Hier hat einst die Synode getagt, hier wurde gefeiert. Nun gleicht der Raum mit der geschwungenen Decke einem Lager. „Vorne liegt, was weg soll“, sagt Schütt. „Hinten liegt, was wir behalten.“ Und auf den Tischen in der Mitte wird alles gesammelt, über das später entschieden werden soll.

An Gläsern und Tassen herrscht kein Mangel. Es sind weitaus mehr, als das Familienzentrum in den neuen Räumlichkeiten verwenden kann. „Wir schauen, was zusammen passt“, sagt Schütt. Mitgenommen wird so viel, dass ausreichend für Veranstaltungen vorhanden ist. „Circa hundert Gläser werden wir behalten.“ Kaffeekannen gibt es in verschiedenen Materialien und unterschiedlichen Ausführungen. Dass Geschirr in so großen Mengen vorhanden ist, liegt an der Vergangenheit des Hauses, „als hier noch die Synode tagte und bekocht wurde“, so Olivia Schneider. Doch die Küche blieb schon lange kalt, Großveranstaltungen gab’s schon seit einigen Jahren nicht mehr. Nur die Familienbildungsstätte hatte noch – aber weitaus geringeren – Bedarf.

Bevor die Kirche das Haus nutzte, feierten die Rendsburger im Gesellschaftshaus „Schützenhof“. Daran erinnern Zeitungsausschnitte auf Stellwänden im Eingangsbereich, die die Geschichte des Gebäudes beleuchten. Aus jener Zeit hat Uwe Schütt noch eine Schüssel und Teller gefunden – mit dem Schriftzug des Restaurants. „Die werden wir wohl im Internet zum Verkauf anbieten“, sagt er. Ebenso wie ein Service mit Zwiebelmuster.

Von allen Gegenständen, die nicht mit umziehen – seien es Stühle, Tische, Kannen oder Dekoartikel – werden Listen angefertigt und an die Kirchengemeinden versandt. Sie können sich dann melden. Einiges wird verkauft, einiges verschenkt, erklärt Schneider. „Eventuell wird es auch einen Flohmarkt geben“, fügt sie hinzu.

Während in den Büros die Papierschredder laufen, wird im Keller im Kirchenkreisarchiv darauf geachtet, dass wichtige Schriftstücke erhalten bleiben. Das Archiv mit seinen Dokumenten wird in Büdelsdorf bei BKK Ahlmann eine neue Heimat finden.

Das Christophorushaus selbst wird im Herbst abgerissen. Im nächsten Jahr entstehen an dem Standort ein Servicehaus mit 80 Wohnungen und Pflegedienst.

 

 

 

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