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Landeszeitung

26. September 2017 | 07:49 Uhr

Von wegen brotlose Kunst

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ausstellung von Bernhard G. Lehmann im Kulturzentrum / Vernissage heute um 17 Uhr

shz.de von
erstellt am 20.Mai.2016 | 11:18 Uhr

Der Künstler Bernhard G. Lehmann ist kein Unbekannter in Rendsburg. Am Obereiderhafen steht sein kinetisches Objekt „Polar“. Heute wird seine dritte Ausstellung in den Museen im Kulturzentrum eröffnet.
„Bernhard G. Lehmann ist eine feste Größe in unserer Ausstellungsplanung“, machte der Museumsleiter Dr. Martin Westphal deutlich. Nach langer Vorbereitung folge jetzt die Umsetzung.
„Wasser und Brot“ ist der Titel der Ausstellung, in der 52 Werke Lehmanns gezeigt werden, ältere und solche aus dem Jahr 2016. Es werden gegenständliche Arbeiten gezeigt, Ölbilder auf Leinwand, Fotografien, Installationen und Drahtarbeiten. Gebogene Kleiderbügel in Kombination sollen die Nähe zum Alltäglichen darstellen. „Es ist immer wieder die Suche zwischen Ästhetik und Aussage“, erklärte Lehmann (71). Das Thema „Brot“ beschäftige ihn schon seit langer Zeit. Es habe eine große Symbolkraft, es sei etwas Notwendiges, so der Künstler. Brot zeichne sich in allen Kulturen durch seine Unentbehrlichkeit aus. In seinen ausgestellten Arbeiten bezieht sich Lehmann immer wieder auf Werke anderer Künstler. Sein „Schwebendes Brot“ etwa erinnert an Gemälde von René Magritte. Das „Brot der frühen Jahre“ bezieht sich auf den Schriftsteller Heinrich Böll. Eine andere Brot-Skulptur leitet sich von Montaignes „Liebe – Brot der Armen“ ab.

Bei dem Thema „Wasser“ lenkt Lehmann den Blick auch auf die Ressource Trinkwasser. War Wasser bisher für jeden erhältlich, entwickle es sich immer mehr zur Handelsware.
Heute um 17 Uhr wird die Ausstellung „Wasser und Brot“ in den Museen im Kulturzentrum, Arsenalstraße 2 - 10, eröffnet. Bei der Vernissage werden Dr. Martin Westphal und der Fockbeker Künstler und Fotograf Peter Rathmann in die Arbeiten einführen. Rathmann ist seit 1982 Freund und Weggefährte des aus Berlin stammenden Lehmanns, der seit 1981 als Apotheker, Künstler und Galerist in Jevenstedt lebt. „Wir wollen uns die Bälle zuwerfen und somit Einblicke in Lehmanns Werke ermöglichen“, kündigte Westphal an. Die Ausstellung läuft bis zum 10. Juli und ist dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.


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