Vor dem Neubau : Von Nord oder Süd? Das ist die Frage

 Nordvariante: Wo jetzt Radfahrer unterwegs sind, könnten bald Schwerlaster fahren.
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Nordvariante: Wo jetzt Radfahrer unterwegs sind, könnten bald Schwerlaster fahren.

Heinrich-Heine-Schule: Über Erschließung der Baustelle wird am 11. Juni entschieden. Eignung des „Nordens“ für Schwerlastverkehr wird bezweifelt. Sicherheit der Kinder hat den Vorrang.

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04. Juni 2014, 06:00 Uhr

Wie soll der Baustellenverkehr für den Neubau der Heinrich-Heine-Schule am Standort der jetzigen Emil-Nolde-Schule geführt werden? Diese Frage wurde in der Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Verkehrssituation und -sicherheit am Montag diskutiert.

Sollen die Schwerlaster von Norden kommend über die Straßen „An der Kampkoppel“ und „Wacholderweg“ fahren oder von Süden von der Neuen Dorfstraße über den Schulhof der Emil-Nolde-Grundschule? Die Anwohner der nördlichen Straßen halten diese nicht für ausreichend dimensioniert für die schweren Fahrzeuge, befürchten Schäden und sehen die Sicherheit von Radfahrern gefährdet. Die Straßen seien breit genug und auf jeden Fall für einen Schwerlastverkehr ausgelegt, erklärte hingegen Projektleiter Rainer Hinrichs. „Müllwagen fahren da auch.“

Anwohner Norbert Peetz, als Tiefbauingenieur ein Mann vom Fach, bemängelte, dass die Verwaltung bisher nicht ermittelt habe, welche Klassifizierung die nördlichen Zufahrtsstraßen haben. Damit werde ihre Eignung für den Schwerlastverkehr eindeutig festgelegt. Hinrichs sagte zu, den angefragten Wert bis zur Sitzung des Lenkungsausschusses Schulneubau am 11. Juni zu ermitteln. In dem Ausschuss soll die Grundsatzentscheidung über die Bausstellenerschließung getroffen werden.

Sollte die Nordvariante gewählt werden, muss während der Bausphase der so genannte „Schulweg“ nördlich des Baugrundstücks aus Sicherheitsgründen gesperrt werden. Fußgänger und Radfahrer müssten dann über den Lorenzenweg und den Mittelweg ausweichen. Die Nordvariante würde laut Hinrichs Einsparungen von bis zu 1,5 Millionen Euro bringen, weil der Betrieb der Emil-Nolde-Schule weitergehen könnte und keine Containerklassen eingerichtet werden müssten. Die Südvariante hat für Hinrichs den gravierenden Nachteil, dass der Schwerlastverkehr entlang der Emil-Nolde-Schule führt. „Das ist ein ganz neuralgischer Punkt“, betonte der Projektleiter. „Die Sicherheit der Kinder steht über allem.“

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