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Landeszeitung

13. Dezember 2017 | 03:21 Uhr

Rendsburg : Von Nachbarn, für Nachbarn

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Das neue Online-Netzwerk „Lokalportal“ geht heute im Großraum Rendsburg an den Start.

shz.de von
erstellt am 26.Sep.2015 | 12:00 Uhr

Sie sind beide unter 30 und gehören damit zur Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist. Jetzt wollen Sebastian Penthin und Justin Hallauer die Datenautobahn nutzen, um die Nachbarschaftshilfe neu zu erfinden: Die jungen Kieler leiten das soziale Online-Netzwerk Lokalportal, das Regionen, Dörfer oder sogar einzelne Bereiche einer Stadt miteinander verbindet. Heute wird die Plattform für den Großraum Rendsburg freigeschaltet.

„Wir glauben, dass es neben dem weltumfassenden Netzwerk einen Bedarf gibt, sich lokal auszutauschen“, sagt Penthien. Der Clou: Die Lokalportal-Akteure tummeln sich nicht im World Wide Web, sondern nur im Umfeld ihrer Heimatgemeinde. Die maximale Reichweite um den eigenen Wohnort beträgt 20 Kilometer. Bei Bedarf kann man sich in seinem Mitteilungs- oder Informationsbedürfnis auf seine eigene Heimatgemeinde beschränken. Die im Lokalportal ausgetauschten Informationen lassen sich über Google nicht erreichen, versichern die Macher. Auch Nutzer aus anderen Regionen haben keinen Zugriff, zumindest noch nicht. Eine Gastfunktion für Berufspendler, die auch an ihrem Arbeitsplatz informiert sein wollen, ist in Arbeit. Von Nachbarn, für Nachbarn – diese Idee steht bei Lokalportal an erster Stelle. „Wir wollen eine vertraute Atmosphäre schaffen“, so Penthien.

Die Registrierung ist einfach und kostenlos: Lokalportal.de aufrufen, Postleitzahl und Ort angeben, anmelden mit Namen und Geburtsdatum. Schon 2000 Nutzer aus anderen Ecken Schleswig-Holsteins haben sich seit dem Start des Netzwerks im März angemeldet. Die meisten loggen sich mit ihrem Klarnamen ein, „man kennt sich im Dorf ja ohnehin“, so die jungen Erfinder der Plattform, die mit Fördermitteln des Landes und der EU entstanden ist und ab dem 5. Oktober auch mit Inhalten aus der Landeszeitung gefüttert wird.

Einige wichtige Partner sind schon mit im Boot: Neben der Stadt Rendsburger wollen sich unter anderem die Ämter Nortorfer Land, Achterwehr und Jevenstedt am Lokalportal beteiligen. „Informationen, die wir auf unserer Homepage verbreiten, werden auch im Lokalportal veröffentlicht“, kündigte Rendsburg Kämmerer Herwig Schröder gestern bei der Vorstellung des Online-Netzwerks an. Eine junge Mutter, die ihren Kinderwagen auf Lokalportal.de zum Verkauf anbietet, kann dann bei der Gelegenheit gleich nachsehen, wann sich der Sozialausschuss mit den Kita-Gebühren beschäftigt.

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