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Bühnenklassiker : Von Mäusen und Nussknackern

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ballettgruppen der Musikschule Rendsburg führen Klassiker auf. Große und Kleine Tänzer stehen gemeinsam auf der Bühne.

Die Ballettgruppen der Musikschule Rendsburg bringen dieses Wochenende in dem Festsaal der Freien Waldorfschule einen Klassiker der Weihnachtsunterhaltung auf die Bühne. Am Sonnabend und Sonntag, jeweils um 16 Uhr, können sich die Besucher auf den „Nussknacker“ freuen. LZ-Mitarbeiterin Katharina Bambenek traf sich mit Dani Thomas, die für die Choreographie und Gesamtleitung des Stückes verantwortlich ist.

Frau Thomas, wieso haben Sie sich gerade für das Stück „der Nussknacker“ entschieden?

Meine Entscheidung war das in erster Linie gar nicht. Ich habe mit einer meiner Gruppen ganz regulären Unterricht gemacht, und da haben wir den Schneeflockenwalzer einstudiert. Das ist eines der längeren Stücke aus dem Nussknacker. Wir hatten schon ein paar Aufführungen, und die Kinder freuen sich immer, wenn sie etwas neues lernen dürfen, was sie auf die Bühne bringen können. Da kamen sie auf die Idee, den Nussknacker tanzen zu wollen. Am Anfang wusste ich noch nicht, ob wir den ganzen Nussknacker aufführen können.

Woher kam die Skepsis?

Zum einen ist der Nussknacker ein relativ schwieriges Stück. Zum anderen wusste ich nicht, ob wir einen Jungen finden würden, der den Nussknacker tanzen kann und will. Erst nach einer ganzen Weile des Suchens fanden wir schließlich einen netten jungen Mann.

Wie lange proben Sie schon für das Stück?

Wir haben noch vor den Sommerferien angefangen, zu üben. Zunächst jede Gruppe für sich im regulären Ballettunterricht. Das Besondere an dem Nussknacker ist ja aber, dass verschiedene Tänzergruppen zusammen auf der Bühne stehen. Es gibt auch Stücke, wo sich die Gruppen einfach nur abwechseln und eine die Bühne verlässt, bevor die nächste dazu kommt. Beim Nussknacker gibt es viele gemeinsame Szenen. Von Kampf bis zum Tanz zwischen Verwandten ist alles dabei. Die letzten fünf Sonnabende haben wir für diese Szenen auch gemeinsam geübt. Insgesamt sind wir seit über sechs Monaten dabei.

Sie sagten, dass es kein einfaches Stück sei. Woran liegt das?

Die Tanzschritte mussten erst richtig gut sitzen, bevor wir die Gruppen zusammen tanzen lassen konnten. Und das nicht nur, damit es schön aussieht. Es gab auch einen Sicherheitsaspekt. Bei den Mäusen und den Zinnsoldaten zum Beispiel. Auf der Bühne haben die Zinnsoldaten Holzgewehre bei sich. Es war wichtig, dass jede Maus wusste, wann sie in welche Richtung tanzen muss,damit sie sich nicht verletzen. Hinzu kommt, dass die Kinder auch viel schauspielern müssen. Wir sind die Geschichte oft durchgegangen, und man musste viel erzählen, damit sie einen Eindruck davon bekamen, wie alles am Ende aussieht.

Haben Sie selbst auch schon den Nussknacker getanzt?

Ja, das habe ich. Ich tanze, seit ich 13 Jahre alt bin. Damals habe ich meine kleine Schwester zum Unterricht begleitet und heimlich in der Umkleidekabine die Schritte nachgetanzt. Dabei hat mich die Ballettlehrerin erwischt und mich gefragt, ob ich nicht auch tanzen wolle. So fing alles an. Den Nussknacker durfte ich in meiner Heimat, Texas, und in Kiel schon tanzen.

Welches war das größte Problem, auf das Sie bei den Proben stießen?

Am allerschwierigsten war es, einen Termin zu finden, an dem alle Gruppen Zeit hatten. Die einzelnen Tänze ließen sich letztendlich gut zusammenfügen. Und auch der große Altersunterschied zwischen den Tänzern machte keine Probleme. Jede Gruppe tanzt auf ihrem eigenen Niveau. In der ersten Traumszene tanzen die Großen und die Kleinen trotzdem gemeinsam. Clara träumt, dass sie mit dem Nussknacker in einem schneebedeckten Wäldchen tanzt, und plötzlich kommen die kleinen Waldtiere dazu. Das Gesamtergebnis ist wirklich toll geworden. Der Nussknacker ist ein tolles Stück und passt ja auch so gut zu Weihnachten. Die harte Arbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt.

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