Erfüllung eines Lebenstraums : Von Kiel nach New York

Farbenfroh und einzigartig sind Manuela Rathjes Gemälde.
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Farbenfroh und einzigartig sind Manuela Rathjes Gemälde.

Künstlerin Manuela Rathje stellt zwei ihrer Werke im April auf einer Messe am Big Apple aus.

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06. Januar 2018, 18:45 Uhr

Ein Katzengesicht in hell- und dunkelblau. Neben dem Blau dominieren Pink, Orange und Grün. Das ist „Vincent“. „Vincent“ ist ein Bild, das von Manuela Rathje in Collagentechnik gearbeitet wurde. Und „Vincent“ soll im April nach New York fliegen. Dort stellt Rathje zwei ihrer Werke auf der New York Art Expo, einer der ältesten Kunstmessen in Manhattan, aus. „Damit habe ich im Leben nicht gerechnet“, sagt die Künstlerin. Seit Ende vergangenen Jahres steht die Ausstellung in New York fest. Eine Wiener Galerie war auf ihre Bilder aufmerksam geworden und hatte die Ausstellung vorgeschlagen.

„Vincent“ wird Rathjes erstes Gemälde sein, das sie international präsentiert. Die Collage hat für die Künstlerin aber auch eine persönliche Bedeutung. „Vincent ist das erste Werk bei dem ich dachte: ‚Boah ist das gut.‘“ Für Zeichnen und Malen interessierte Rathje sich zwar schon immer. Sie machte zunächst auch eine Ausbildung als Bauzeichnerin. Der damalige Arbeitsmarkt zwang sie, umzuschwenken. 30 Jahre arbeitete sie anschließend in einer Bank. Erst ein gesundheitlicher Einschnitt brachte sie zurück zur Kunst. Rathje kündigte und verwirklichte sich im eigenen Atelier. Sie entwickelte ihren eigenen Stil, farbenfroh und bunt. Das Malen ist für sie eine Ausdrucksmöglichkeit geworden. „Wenn ein Bild fertig ist, ist es manchmal so als ob es anfängt zu leben“, sagt Rathje.

Rathje erschafft aber nicht nur eigene Kreationen. Sie bietet auch Kurse an. Dabei bringt sie ihren Teilnehmern Techniken näher und fördert ihre Stärken. Verbiegen will sie niemanden. „Ich wollte einfach nur mit Menschen malen“, sagt die Künstlerin. Zwei Frauen, die bei ihr einen Kurs belegten spielen nun sogar mit dem Gedanken, ebenfalls ein Atelier zu eröffnen. „Es stimmt mich glücklich, dass ich etwas gefunden habe, in dem ich richtig gut bin“, so Rathje.

Neben „Vincent“ fliegt auch noch ein abstraktes Bild mit nach New York. Beide Werke sind zunächst noch eine Vorauswahl. „Wenn eins der beiden noch verkauft wird, müssen wir noch einmal umdisponieren“, sagt Rathje. Dass „Vincent“ sich im Original noch nicht verkauft hatte, wunderte die Künstlerin schon immer. „Die Nachdrucke haben wir zigfach an den Mann gebracht“, sagt Rathje. „Vielleicht war es aber auch Schicksal, dass ‚Vincent‘ noch immer hier ist“, ergänzt sie grinsend.

Ihre Bilder sind in diesem Jahr nicht nur in New York zu sehen, sondern werden auch in München oder auf dem Schloss Weißenhaus ausgestellt sein. Im Moment sind einige ihrer Werke im Kieler Kaufmann zu begutachten. Zudem sei auch eine weitere Ausstellung in den USA im Gespräch. Im Dezember könnte es für die Künstlerin nach Miami gehen.

>Termine der Workshops und Ausstellungen sind unter ateliermanou.de zu finden.

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