zur Navigation springen

Plattdeutscher Abend : Von Ehe- und anderen Problemen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die „Brotbüdels“ amüsierten ihr Publikum beim plattdeutschen Abend in der Hohenwestedt-Woche mit Geschichten über die Ehe oder einen Feuerwehreinsatz. Wegen der großen Nachfrage musste der Verkehrsverein zusätzlich Platz schaffen.

von
erstellt am 04.Sep.2013 | 06:30 Uhr

„De Brotbüdels“ sorgten für einen rekordverdächtigen Besuch beim plattdeutschen Abend der Hohenwestedt-Woche. Über 400 Zuschauer wollten beim Auftritt des Comedy-Trios im Sport- und Jugendheim dabei sein. „Das ist ein sehr, sehr guter Besuch“, vermerkte Bürgermeister Holger Bütecke, dessen Sitznachbar Fritz Humfeldt um kurz nach 19 Uhr die Bühne enterte, um das Publikum zu begrüßen.

„Das sind drei Brotbüdels, ich gehör nicht dazu“, betonte Verkehrsvereins-Chef Humfeldt und berichtete von einigen Pannen beim Kartenvorverkauf. Der Cheforganisator der Hohenwestedt-Woche offenbarte selbst bemerkenswertes komödiantisches Talent, als er schilderte, wie sich der Vorverkaufsbeginn mangels Tickets um anderthalb Tage verzögert hatte und wie stressig er insgesamt gewesen sei, dieser „Kartenvorverkauf ohne Karten“. Angesichts des Ansturms auf die „Brotbüdels“-Tickets war das Sport- und Jugendheim schnell ausverkauft. Man habe daraufhin „einen Sitzplan B und C“ erstellt, um mehr Platz zu schaffen, erklärte Humfeldt: „Dann kam der Bürgermeister und meinte, nun brauchen wir auch noch Plan D, und jetzt freue ich mich, dass der Laden so voll ist.“

Die „Brotbüdels“ sangen zunächst ein Loblied auf die „Kommodigkeit“ und verkündeten dann das Motto des Abends: „Comedy, Musik und Gesang – dree Mann hebbt een an de Pann!“ Buer Lars Brodersen schilderte seine Eheprobleme und Kurerlebnisse. Am 20. Hochzeitstag hätten er und seine Gattin entschieden, dass beide Eheleute den Jubiläumstag nach ihren jeweiligen Wünschen gestalten sollten: „Sie ist dann mit ihrem Häkelbüddelclub nach Büsum zur Wellness abgedüst – und damit war dann auch mein Wunsch erfüllt.“ Für ihn sei der 20. Hochzeitstag die „blecherne Hochzeit“, meinte Buer Lars: „20 Jahre Essen aus der Dose.“

Als die „Brotbüdels“ ihre Lieblingsgetränkekombination („Lütt un lütt“) besangen, animierte Brodersen das Publikum zum Mitschunkeln und Mitsingen des Refrains. Dann hatte Buer Lars erstmal Pause, und Holger Jensen lief als tüffeliger Füüerwehrmann zu großer Form auf. „Letztens sind wir zum Scheunenbrand zu spät gekommen, weil wir einen Parkplatz gesucht haben“, berichtete Jensen, „den Wachtmeister haben wir auch noch mitgenommen – mit dem Kotflügel.“ Die Scheune habe man „erstmal ein bisschen runterbrennen lassen“ müssen: „Weil unsere Leiter zu kurz war.“ Von den Tieren des Bauernhofs konnte keins gerettet werden: „Die Schweine sind alle ersoffen – so viel Wasser haben wir da reingepumpt.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen