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Landeszeitung

22. Oktober 2017 | 11:03 Uhr

Windkraft : Von der Sicherheit überzeugt

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Wie sicher sind die Windräder? Entwarnung gibt Denker&Wulf-Geschäftsführer Torsten Levsen. Er rechnet nicht mit einer Zunahme von Unfällen bei Windkraftanlagen.

von
erstellt am 09.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Umherfliegende Rotorblätter oder den Einsturz einer Windkraftanlage schließt Torsten Levsen nahezu aus. Der Geschäftsführer des Sehestedter Windparkentwicklers ist davon überzeugt, dass derartige Horrorszenarien äußerst unwahrscheinlich sind. Levsen widerspricht damit den Aussagen von Windkraftkritikern, Unfälle würden sich aufgrund der größer werdenden Anlagen häufen. Bis zu 200 Meter sind einige Anlagen bereits hoch. In Hohenholm zwischen den Gemeinden Holtsee und Lindau ist eine vierte Windkraftanlage in dieser Dimension geplant. Die Anlage des Typs REpower 3.0M122 hat eine Gesamthöhe von 200 Metern, die Nabenhöhe beträgt 139 Meter und der Rotordurchmesser 122 Meter.

Hintergrund für die Debatte über die Sicherheit von Windkraftanlagen ist der Abbruch eines Rotorflügels bei einer Anlage in Rheinland-Pfalz (wir berichteten). In seiner rund 20-jährigen Tätigkeit bei Denker&Wulf hätte er solche Unfälle nicht erlebt. „Zwei Brände hat es aber gegeben“, so Levsen. Gefahr für die Menschen hätte aber zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Gerade die beiden Stürme „Christian“ und „Xaver“ hätten gezeigt, dass die Anlagen auch extremen Wetterlagen Stand halten. Als bei den Stürmen ganze Häuserdächer abgedeckt wurden und umherflogen, hätte niemand strengere Auflagen für Gebäude gefordert, kritisiert Levsen die Sichtweise. Nach dem Sturm seien alle Anlagen intensiv auf etwaige Schäden begutachtet worden.

„Unsere modernen Anlagen haben alle ein Regelsystem (Condition Monitoring
System), das bei Vibrationen oder Erschütterungen die Anlage außer Betrieb setzt“, sagt Levsen auf Nachfrage. Den Fall, bei dem sich ein Rotorflügel während des Betriebs löst, kennt Levsen von modernen Anlagen nicht. Zudem seien die Anlagen mit Eisdetektoren ausgestattet, die die Anlage ausschalten, sollten sich ein Eisansatz bilden, der herunterfallen könnte. „Das Eis würden außerdem eine Unwucht der Anlage hervorrufen“, so Levsen.

Grundsätzlich gelte eine Mindestentfernung zur nächsten Bebauung von dreieinhalbfacher Anlagenhöhe. Diese werden auch für den Windkraftpark in Holtsee eingehalten, betont Torsten Levsen.

Bevor eine Mühle nach einer Störungsmeldung wieder in Betrieb genommen werde, werde sie vor Ort genau untersucht. Zudem würden Windkraftanlagen, bevor sie errichtet werden, von den Genehmigungsbehörden strengstens kontrolliert und auch anschließend regelmäßig überprüft und klassifiziert.

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