Kirchengemeinde Büdelsdorf : Von der Kita bis zum Seniorenzentrum: Alles unter einem Dach

Vergangenheit im Hintergrund, Zukunft in den Händen: Stefan Thomsen, Vorsitzender des Kirchengemeinderats (links), und Pastor Michael Grabarske vor dem Anfang der 1970-er erbauten Gemeindehaus. Sie zeigen erste Skizzen, wie das Gelände einmal aussehen könnte.
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Vergangenheit im Hintergrund, Zukunft in den Händen: Stefan Thomsen, Vorsitzender des Kirchengemeinderats (links), und Pastor Michael Grabarske vor dem Anfang der 1970-er erbauten Gemeindehaus. Sie zeigen erste Skizzen, wie das Gelände einmal aussehen könnte.

Ein neues Zentrum soll künftig Platz für alle Aktivitäten der Kirchengemeinde bieten. Der Umbau kostet bis zu 1,9 Millionen Euro.

shz.de von
25. April 2018, 10:02 Uhr

Büdelsdorf | Die Kirchengemeinde Büdelsdorf will ihr Angebot an einem Ort bündeln. Deshalb sollen die Räumlichkeiten rund um die Auferstehungskirche in der Berliner Straße zukunftsfähig ausgebaut werden. „Von der Krippengruppe bis zur Seniorenarbeit soll alles im Gemeindezentrum angesiedelt sein“, erklärte Pastor Michael Grabarske das Ziel der Planungen. Dazu soll der Kindergarten „Kinderarche“ zwei neue Gruppenräume erhalten. Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist so groß, dass eine Gruppe mit 18 Kindern ausgelagert werden musste und seitdem in einem Raum im Gemeindehaus betreut wird. Diese provisorische Lösung soll durch einen Anbau ersetzt werden. Mögliche Standorte für den Anbau sind die frei gewordene Fläche des abgerissenen Pastorats oder der Platz zwischen Kindergarten und Gemeindehaus.

Der Raumbedarf für die verschiedenen Gruppenaktivitäten im neuen Gemeindezentrum wurde auf 400 Quadratmeter berechnet. „Ob wir einen Umbau, einen Anbau oder den Abriss mit anschließendem Neubau in die Tat umsetzen, wird das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs zeigen“, machte der Kirchengemeinderatsvorsitzende Stefan Thomsen deutlich. Die Gemeinde will den Architekten nicht zu viele Vorgaben machen. Gefordert seien auf jeden Fall Barrierefreiheit und eine energetische Sanierung.

Das neue Gemeindezentrum soll auch Standort für das Evangelische Familienhaus, die Jugendgruppen und den Kinderchor werden, die bisher im Gemeindehaus an der Kreuzkirche in der Kirchenstraße untergebracht sind. Die Kreuzkirche, in der zurzeit noch der Luther-Parcours aufgebaut ist, soll danach wieder regelmäßig für Gottesdienste genutzt werden. „Zudem suchen wir weitere Kooperationen mit nichtkirchlichen Gruppen“, sagte Grabarske. Bisher wird das Gemeindehaus in der Berliner Straße schon von der Tanzgruppe Ost- und Westpreußen und vom Siedlerbund genutzt.

Die Kosten für die Umgestaltung des Gemeindezentrums schätzt Thomsen auf 1,2 bis 1,9 Millionen Euro. „Wir werden uns um Fördermittel bemühen. Den Rest trägt die Kirchengemeinde“, stellte er fest. Das Ergebnis des Architektenwettbewerbs, der für öffentliche Ausschreibungen dieser Größenordnung vorgeschrieben ist, wird im vierten Quartal dieses Jahres vorliegen. Im Frühjahr des kommenden Jahres könnten die Bauarbeiten beginnen.

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