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Nordmarkhalle : Von Berliner Luft zum St.-Louis-Blues

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Premiere der Nordmarkhallen-Konzerte mit fünf Feuerwehr-Orchestern. Die beliebte Konzertreihe wird bis Donnerstag fortgesetzt.

Ins 43. Jahr geht jetzt die Konzertreihe des Kreisfeuerwehrverbandes Rendsburg-Eckernförde, die am Montag begann. Nach Landeshymne und Begrüßung durch Kreisbrandmeister Matthias Schütte gedachten die Konzertbesucher zunächst des kürzlich verstorbenen, stellvertretenden Kreismusikfachwartes und Ausbildungsleiters des Musikzuges Jevenstedt, Kay Krügel, bevor die Reihe der Einzeldarbietungen begann. Angetreten waren die Musikzüge Nübbel, Fockbek, Kaltenhof und Jevenstedt sowie das Feuerwehrorchester Borgstedt.

Für die Zuschauer gab es Vieles zum Freuen, viel gute Musik zu hören und ebenso häufig Gelegenheit zu beschwingtem Schunkeln und fröhlichem Mitklatschen. Das fing gleich mit den 23 Musikern aus Nübbel unter der Leitung von Musikzugführerin Annelie Kobrock und Ausbilder Christian Prosch an, die mit dessen Sohn Jonas (12), Marcel Schnepel (13) und dem 15-jährigen Malte Bock ganz junge Mitstreiter in ihren Reihen haben. Bei der „Mallorca-Party “ und den Boney M. Super-Hits der Nübbeler träumten die begeisterten Zuhörer von warmen Urlaubsregionen, während draußen ein eisiger Wind den meteorologischen Frühlungsbeginn Lügen strafte. Polka geht immer: Mit „Aus Böhmen kommt die Musik“ landeten die Musiker des Eiderdorfes einen zündenden Vollteffer.

Ein Volltreffer war auch der bekannte Marsch „Alte Kameraden“ den Carl Teike im Jahre 1899 komponierte. Kreisfachwart und Ausbilder der Fockbeker, Wolfgang Schmudde und Manuela Pahl als Musikzugführerin hatten dazu mit Hans Bielfeldt (88) einen ihrer treuesten Musiker als Dirigent verpflichtet. „Nach 73 Jahren Musizieren gehe ich mit diesem Konzert in den Ruhestand“, teilte Bielfeldt mit, dessen Auftritt mit stürmischen Beifall belohnt wurde. Als weiteren Beiträge glänzten die Fockbeker mit bekannten Melodien aus dem Film „Winnetou und Old Shatterhand“ und dem weltberühmten Song „New York“, den Frank Sinatra bekannt machte.

Es war der Rendsburger Männerchor, der das Programm des Borgstedter Feuerwehrorchesters ergänzte: Mit einem für Blasmusik arrangierten Volksliederpotpourri sorgten Orchester und Chor, statt Klemens Ziemann von Natascha Pracht dirgiert, für den vokalen Sound des Abends. Aufhorchen ließ auch das Drumsolo von Georg Fedder, das im Dixiemarsch-Medley an Virtuosität nicht zu überhören und -bieten war. Und: Der Beifall der Zuhörerschaft war mindestens eben so laut.

Eine quirlige Dirigentin hat Musikzugführer Hans-Otto Heggemann vom Musikzug Kaltenhof: Tochter Jessica verstand es von Stück zu Stück mehr, von der „Berliner Luft“ bis zum romantischen „Böhmischen Traum“ mehr, die Fans in fantastischen Tönen schwelgen zu lassen. Das war ganz große Klasse!

Fünfter in der Reihe der „Montagsmusiker“ waren die Jevenstedter mit ihrem neu gewählten Musikchef Werner Meyer-Simon, die sich mit dem Fliegermarsch von Hermann Dostal, dem St.-Louis-Blues und dem Hit „Im Wagen vor mir sitzt ein ein jungen Mädchen“ (als Schlager 1978 gesungen von Henry Valentino) ein ganz großes Lob und den frenetischen Schlussapplaus verdienten.

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