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Sängerfest : Vom Volkslied bis zu modernen Hits

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Hademarscher Liedertafel feierte das 170-jährige Bestehen mit dem Sängerfest „An der Westbahn“. Den Auftakt machte der Feuerwehrmusikzug des Altamtes Hademarschen, der zusammen mit der Hademarscher Liedertafel und „Liedern, die von Herzen kommen“ in den Nachmittag einstimmte.

„Wo man singt, da lass dich nieder“, diesem Zitat von Johann Gottfried Seume folgten am vergangenen Sonntag viele Chorbegeisterte und Teilnehmer des Chorfestes der Sängergruppe „An der Westbahn“. Das jährlich stattfindende Fest wurde in diesem Jahr anlässlich des 170-jährigen Bestehens der Hademarscher Liedertafel von 1843 in der Sporthalle der Theodor-Storm-Dörfergemeinschaftsschule in Hanerau-Hademarschen gefeiert. Bis auf den letzten Platz füllten die Gäste die Halle und lauschten den Klängen der zur Jubiläumsfeier angereisten Chöre. Mit dabei waren der VHS-Frauenchor Aukrug, der Frauenchor „Musica“ Schenefeld, der gemischte Chor Beringstedt, der Hohenwestedter Gesangverein, die Chorgemeinschaft Beldorf-Hademarschen, die Liedertafel „Concordia“ Schenefeld und als Gastchor die Oelixdorfer Liedertafel.

Den Auftakt machte der Feuerwehrmusikzug des Altamtes Hademarschen, der zusammen mit der Hademarscher Liedertafel und „Liedern, die von Herzen kommen“ in den Nachmittag einstimmten. Auch der Nachwuchs präsentierte sich in Form des Schulchores mit seinen Liedbeiträgen. „

Musik ist die Sprache der Menschheit, sie drückt Gefühle aus, ruft Emotionen hervor und bringt Menschen zusammen, die Freude an ihr haben“, sagte die 2. stellvertretende Kreispräsidentin Gudrun Rempe in ihren Grußworten, nachdem der Vorsitzende der Hademarscher Liedertafel Detlef Voß die Gäste willkommen hieß. Hier sei diese Verbundenheit besonders zu spüren, sagte Rempe.

170 Jahre seien etwas Besonderes hob auch Helmut Zech, Vizepräsident beim Schleswig-Holsteinischen Sängerbund, hervor. In Zeiten wo Männerchöre mangels Nachwuchs aufgeben müssen oder in gemischte Chöre übergehen, sei es wichtig zu versuchen, das Beste aus der Tradition zu bewahren, gleichzeitig aber Neues zu probieren und sich auf den veränderten Zeitgeist einzulassen: „Seien sie mutig und probieren sie auch moderne Lieder aus“, lautete sein Rat.

Stormexperte Hartmut Schalke zeigte Verbindungen von Theodor Storm zur Liedertafel auf und erinnerte gleichzeitig an den im Juli verstorbenen Chorleiter, Musiker und Dirigenten Heinz Bauer, der 36 Jahre lang die Hademarscher Liedertafel leitete. Ihm ist auch eine Seite in der Festschrift gewidmet, denn er hinterlässt „eine riesige Gemeinde von Menschen, die ihm viel zu verdanken haben“. Neben der Liebe zur Musik verband Storm wie auch Heinz Bauer der Wohnsitz in Hademarschen sowie die Leitung eines Gesangvereins.

Zeitgleich mit der Liedertafel gründete sich in Husum der Singverein, der viele Jahre von Storm geleitet wurde. Als Storm 1880 seinen Alterswohnsitz nach Hanerau-Hademarschen verlegte, habe er ganz sicher das ein oder andere Mal den Hademarscher Männerchor singen hören, vermutete Schalke.

Viel gesungen wurde auch bei der Jubiläumsfeier. Jeder der Chöre gab drei Beiträge zum Besten, das Repertoire reichte dabei vom klassischen Volkslied über Gospel bis hin zu modernen Beiträgen aus den aktuellen Charterfolgen der Flensburger Gruppe „Santiano“. Mit dem gemeinsamen Singen des Schleswig-Holstein-Liedes klang der Nachmittag dann feierlich aus.

 

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erstellt am 06.Sep.2013 | 06:09 Uhr

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