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Landeszeitung

23. Oktober 2017 | 06:56 Uhr

Mit Kuscheltieren : Vom Buchstaben zum Buch

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Zwei Autoren brachten den Neuwerk-Schülern der ersten und vierten Klasse ihre Arbeit näher. Viel Phantasie und Können sind nötig. Wo jeder Strich ein Eigenleben hat.

Zwei erfolgreiche Kinderbuchautoren waren Gäste der Schule Neuwerk. Gebannte Zuhörer von Christa Zeuch im Leseraum des neu ausgebauten Dachgeschosses waren die Kleinen der vier ersten Klassen. Viele hatten ihre Kuscheltiere mitgebracht: Elfi, den Elefanten, Leo, den Löwen, Karin das Känguru, und Muwo, der sich allerdings unsichtbar gemacht hatte. 45 Bücher hat die Autorin bisher veröffentlicht, darunter „Zusammen sind wir stark“, „Schau, was Max alles zaubern kann“ und „Mutgeschichten für drei Minuten“. Sie weiß genau, was für Kinder in diesem Alter richtig und wichtig ist.

Zuerst durften sich die Kuscheltiere unter den Stühlen ausruhen. Dann stellte sich Christa Zeuch mit Familie, Enkelkind und dem einzigartigen Eichhörnchen-Hase-Vampir-Zebra-Kuh-Katze-Schweine-Mischling vor. „Da sind viele Tiere drin!“ Die Kinder zählten sie der Reihe nach auf und hörten gespannt bei einer Phantasie-Gewittergeschichte zu.

Gleichzeitig demonstrierte Manfred Schlüter, der von sich selbst sagt, er sei „mehr Maler als Schreiber“, in der benachbarten Musikschule den Kindern der vierten Klassenstufe, wie ein Buch entsteht. Mit viel Humor zeigte er den aufwändigen Weg von der Bleistift-Strichzeichnung zum fertigen Bild im gedruckten Buch, der bis zu einem Jahr dauern kann. Jeder Strich und Buchstabe scheint bei ihm zu leben und hat ebenso große Bedeutung wie die Schrifttypen. Dicke, fette Buchstaben passen besser zu einer Wal-Geschichte als für Mäuse- Erlebnisse. „Das Blatt Papier, noch nicht beschrieben, wäre gerne so geblieben. . .“ streute er in sein Gespräch mit den Schülern ein.

Auch Manfred Schlüter hat viele kurze Geschichten geschrieben – voller Kreativität und Witz, aber auch zum Nachdenken. „Der Wal schwimmt auf dem Meer, die Maus schwimmt hinterher. Nach 51 Kilometern fällt ihr ein, sie hat ja gar keinen Freischwimmerschein.“

Die Kinder erlebten, wie viel Phantasie und Können für Text und Zeichnung erforderlich sind. Sie staunten über Schlüters Figuren, die – so scheint es – direkt aus seinem Kopf über das weiße Papier ins Buch springen .

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