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Moderne Einrichtung : Vom Armenhaus zur modernen therapeutischen Einrichtung

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Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die Verabschiedung langjähriger ehrenamtlicher Mitglieder nutzte Hans-August Ammon, Chef der Wohn- und Pflegeeinrichtung Hohenheide in Elsdorf-Westermühlen, um auf die Entwicklung vom Armenhaus zur therapeutischen Einrichtung aufmerksam zu machen.

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2013 | 14:44 Uhr

In einem festlichen Rahmen verabschiedete Hans-August Ammon, Verwaltungsratsvorsitzender der Wohn- und Pflegeeinrichtung Hohenheide, einer Anstalt Öffentlichen Rechts (AÖR), ausgeschiedene Mitglieder der Verbandsversammlung und dankte für die geleistete ehrenamtliche Arbeit. In seiner Begrüßung umriss Ammon den Werdegang des im Jahre 1909 erbauten Hauses vom früheren „Armenhaus“ bis zum modern geführtem, theraupeutischem Heim für gesunde und kranke Bewohner. Dazu seien etliche Erweiterungs- und Umbauten nötig gewesen, berichtete Ammon, der nach eigener Aussage gar zu gern schon wieder anbauen möchte.

Als besonderen Einschnitt in das Heimleben führte Ammon die Aufgabe der Landwirtschaft mit Ackerbau, Milchkühen und Schweinen vor einigen Jahren an. Hatte das Haus bis dahin mit der Eigenleistung durch die Bewohner weitgehend autark gewirtschaftet, so beschränkte sich die Selbstversorgung danach auf die Hühnerhaltung, für die sogar ein neuer Stall für über 35 000 Mark gebaut wurde. Und dann seien da noch die Kaninchen gewesen, die liebevoll gepflegt wurden und für die die Bewohner große Mengen von Löwenzahn von der Koppel heranschafften.

Das Alles ist vorbei; Ergotherapie und moderne soziale Arbeit sowie kulturelle Angebote für die älter gewordenen Betreuten traten an die Stelle der Landwirtschaft. Und Hans-August Ammon und Heimchefin Margot Barth sind stolz auf diese Entwicklung: „Hohenheide ist nicht mehr der finanzielle Klotz der Gemeinden, sondern ein Wirtschaftsfaktor, der die Kaufkraft stärkt und Arbeitsplätze schafft“, sagte Barth mit Nachdruck.

Mit Urkunden und Weinpräsenten ehrte Hans-August Ammon zunächst Helmut Glindemann aus Alt Duvenstedt für 19 Jahre Mitarbeit, danach Otto Oldach (Hamdorf) für 16 Jahre, Bernd Müller aus Hohn und Erich Harder (Bargstall) für je zehn Jahre, Doris Petersen aus Elsdorf-Westermühlen für fünf, und Kirsten Rohwer aus Hamdorf für drei Jahre ehrenamtliche Mitarbeit. Doris Petersen hob besonders die durch ihre Tätigkeit für Hohenheide gewonnene, neue Sichtweise über die Pflege hilfsbedürftiger Menschen hervor.


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