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Landeszeitung

14. Dezember 2017 | 11:19 Uhr

Volles Programm im Theater

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Drei Vorstellungen an drei Tagen – und alle haben historische Figuren und Ereignisse als Thema

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2014 | 11:25 Uhr

Gleich drei Aufführungen stehen am kommenden Wochenende im Stadttheater auf dem Spielplan. Den Auftakt bildet am Freitag, 17. Januar, um 19.30 Uhr „Sophie und ich“, ein Stück über Sophie Scholl und Traudl Junge von Ursula Kohlert. Es wird in den Kammerspielen aufgeführt.

Sie waren jung, als sie sich entscheiden mussten: für oder gegen die Nationalsozialisten, Widerstand oder Mitläufertum? Die Antworten fielen unterschiedlich aus: als die junge Widerstandskämpferin Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder Hans für ihre Aufklärungsaktionen 1942 hingerichtet wurde, begann Traudl Junge ihre Berufslaufbahn als Sekretärin und engste Vertraute von Adolf Hitler. In Wirklichkeit haben sich ihre Wege nie gekreuzt. In „Sophie und ich“ tauschen sich die beiden in einer imaginären Begegnung aus: über Menschenbilder, gesellschaftliches Engagement, die nationalsozialistischen Gräueltaten und die Verantwortung, die jeder Mensch für die Gesellschaft, in der er lebt, trägt. Die Leitung haben Sebastian Schachtschneider und Swana Gutke; es spielen Nina Mohr und Katrin Schlomm.

Am Sonnabend, 18. Januar, um 19.30 Uhr folgt im Foyer „Heimathafen: Die Halliggräfin von Südfall“ – eine Lesung über das Leben der Gräfin Diana von Reventlow-Criminil von und mit Ingeborg Losch.

„Es gibt viele Reventlows, aber nur eine Criminil“: Wer sich so vorstellt, ist entweder grenzenlos arrogant oder wirklich apart. Auf Diana von Reventlow-Criminil (1863 bis 1953) dürfte Letzteres zutreffen – ein Aspekt, der für Ingeborg Losch bei der Stoffauswahl mit ausschlaggebend war. Ihre Lesung nähert sich mit biografischen Anekdoten, lyrischen Texten und einer Erzählung von Alfred Andersch einer eigenwilligen und schillernden Jahrhundertfrau des Nordlandes.

Schließlich wird am Sonntag, 19. Januar, um 16 Uhr, „Der Untergang der Titanic“, ein revueartiges Endspiel von Hans Magnus Enzensberger, aufgeführt. Im Mittelpunkt des lyrischen Schauspiels stehen die Untoten, die nach dem Untergang des Schiffs auf einem Wrack im Wasser treiben.

Eintrittskarten für alle Vorstellungen gibt es an der Theaterkasse unter Telefon 04331/2 34 47 oder per Mail unter kasse.rendsburg@sh-landestheater.de. Weitere Informationen im Internet unter www.sh-landestheater.de.

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