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Landeszeitung

18. August 2017 | 05:46 Uhr

Voller Einsatz für die Heide

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Neue Auszubildende von Eversfrank halfen gestern in den „Kattbeker Dünen“

Mit vereinten Kräften rückten gestern Vormittag Auszubildende der Firma Eversfrank und Mitglieder des Naturschutzvereins Altenkattbek Pfeifengras und Spätblühender Traubenkirsche zu Leibe. In dem Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) „Kattbeker Dünen“ bearbeiteten sie eine Freifläche, auf der sich wieder eine ursprüngliche Vegetation in Form einer Heidelandschaft etablieren soll.

„Wir wollen den Lebensraum Heide erhalten samt einer Artenzusammenstellung, die dazu passt. Aus eigener Kraft schaffen die Pflanzen es aber nicht“, erklärte Bezirksförster Wilhelm Oeltzen, der ebenfalls mit anpackte. Vor allem das Pfeifengras und die Traubenkirsche, die eigentlich in Amerika heimisch ist, wachsen schnell und unterdrücken andere Gewächse. „Da hat die Heide keine Chance“, so Johannes Bruhn, Vorsitzender des Naturschutzvereins Altenkattbek. „Indem wir die Fläche von diesen Pflanzen befreien, bekommt die Heide die Möglichkeit zu wachsen.“

Die Arbeiten finden in enger Abstimmung mit der Landwirtschaftskammer und der Unteren Naturschutzbehörde statt. Die Eversfrank Gruppe aus Meldorf leistet seit einigen Jahren Unterstützung dabei. So griffen gestern 13 neue Auszubildende des Medienunternehmens zu Spaten, Schubkarren und Eimern, um Pfeifengras und Traubenkirsche den Kampf anzusagen. „Wir sind sehr froh über diese Hilfe. Ansonsten muss man sich einiges einfallen lassen, damit jemand diese Arbeiten macht“, zeigte sich Bruhn dankbar für die tatkräftige Unterstützung.

„Wir haben vor einigen Jahren das Unternehmen Evers Re-Forest gegründet. Unser Ziel war dabei, die Emission von Treibhausgasen zu kompensieren und ehemals landwirtschaftlich genutzte Flächen aufzuforsten“, erklärte Hauke Klinck, Leiter des Umweltmanagements bei Eversfrank. Als Druckerei verursacht das Unternehmen unvermeidbaren Kohlenstoffdioxid-Ausstoß, der wiederum einer der wichtigsten Verursacher des Klimawandels ist – und mit diversen Projekten kompensiert werden soll.

Mittlerweile hat sich das Unternehmen auch die Förderung und Erhaltung der Artenvielfalt auf die Fahnen geschrieben. „Wir helfen sowohl personell als auch finanziell, um in den Kattbeker Dünen wieder eine Heidelandschaft entstehen zu lassen“, so Klinck. Abgesehen davon, dass auf diese Art und Weise die Biodiversität gefördert wird, würden sich bei diesen Einsätzen die Azubis untereinander kennen lernen. „Sie arbeiten ansonsten an verschiedenen Standorten und in ganz unterschiedlichen Bereichen und haben unter Umständen im Berufsalltag wenig bis gar nichts miteinander zu tun. Wir finden, dass dies eine gute Alternative zum Golfen oder anderen teambildenden Ausflügen ist“, hofft Klinck. Und die jüngsten Mitarbeiter des Unternehmens ließen sich auch von Wind und Regen nicht abschrecken.

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erstellt am 25.Aug.2015 | 12:07 Uhr

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