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Kuriose Tier-Familie in Mörel : Voll integriert: Ein Schweinchen namens „Banana“

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Die Ochsen aus Mörel haben ein kleines Wildschwein gerettet. Seit Ende Oktober hat es eine neue Herde.

Mörel | Seit mehr als zwei Monaten gehört ein Wildschwein einer Rinderherde in Mörel im Kreis Rendsburg-Eckernförde an. „Es ist voll in die Herde integriert, das ist faszinierend“, sagte Arzt und Landwirt Dirk Reese. Als er einige der Tiere vor kurzem von der Weide auf seinen Hof getrieben habe, sei das Wildschwein wie selbstverständlich mitgegangen. Derzeit lebt es mit acht Ochsen auf der Weide außerhalb des kleinen Ortes.

Die Ochsen haben das kleine Wildschwein vor den Jägern gerettet. Wäre es nicht bei der Herde gewesen, hätten es die Jäger vermutlich als Weihnachtsbraten geschossen.

Was mit „Banana“, wie das Wildschwein mittlerweile genannt wird, langfristig passieren soll, steht noch nicht fest. Laut Reese gab es bereits Überlegungen, „Banana“ im Erlebniswald in Trappenkamp unterzubringen. Angst vor Jägern in der Gegend um Mörel muss es sich offensichtlich nicht machen. „Das Schwein hat seinen besonderen Status“, sagt Reese.

Wie das Wildschwein zu den Ochsen kam, ist unbekannt. „Vielleicht ist es von seiner Rotte nicht akzeptiert worden, weil es zu klein und zu schwach war“, vermutet Jäger und Ex-Bürgermeister Reimer Tank, „meines Erachtens hat es auch einen ein bisschen zu kurzen Unterkiefer.“ Von seiner selbstgewählten neuen Familie ist das weibliche Borstenvieh hingegen auf Anhieb adoptiert worden. „Man sieht, dass das Wildschwein hier zur Herde gehört und von den Ochsen akzeptiert wird“, vermerkt Tank, „die junge Dame fühlt sich zwischen den Rindern offenbar recht wohl.“

Das Wildschwein hatte sich im September der Rinderherde angeschlossen. Einzigartig ist die Tiergeschichte aus Schleswig-Holstein aber nicht. Erst Anfang Oktober hat sich nahe Meensen im niedersächsischen Landkreis Göttingen ein vermutlich verwaister Frischling eine Rinder-Familie gesucht. Das kleine Wildschwein trägt inzwischen den Namen „Johann“.

 

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erstellt am 07.Dez.2015 | 07:24 Uhr

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