Fußball-Kreisliga : Vineta Audorf pirscht sich auf leisen Sohlen an die Spitze

Artistische Einlage: Benjamin Kohlmorgen (rotes Trikot) von Borussia Dortmund klärt von Audorfs Tim Kluck (r.). Patrick Scheer (l.) schau interessiert zu.
Artistische Einlage: Benjamin Kohlmorgen (rotes Trikot) von Borussia Dortmund klärt von Audorfs Tim Kluck (r.). Patrick Scheer (l.) schau interessiert zu.

Der TSV landet den dritten Sieg im dritten Spiel des Jahres 2014.

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24. März 2014, 05:55 Uhr

Der Spitzenkampf der Fußball-Kreisliga RD-ECK bleibt spannend, weil sich die Meisterschaftsanwärter kaum ein Blöße gaben. Während sich der TuS Jevenstedt mit der dritten Niederlage in Folge seit der Winterpause aus dem Titelrennen verabschiedete, hat sich der TSV Vineta Audorf mit drei Siegen im Jahr 2014 auf leisen Sohlen an die Topteams herangearbeit. Im Tabellenkeller sendete der TSV GH Lütjenwestedt mit dem zweiten Sieg des Jahres ein weiteres Lebenszeichen.

TSV Vineta Audorf – Borussia 93 Rendsburg 3:0 (1:0)

Die Audorfer machen nach dem erneuten Sieg einen Sprung nach oben und etabliert sich in der großen Spitzengruppe. Gerade in der ersten Halbzeit war von dem Selbstbewusstsein der Heimmannschaft aber wenig zu sehen, und sie ging glücklich mit einer knappen 1:0-Führung in die Pause. „Wer das gesehen hat, fragt sich zurecht, warum wir so weit oben stehen“, nahm es TSV-Coach Norman Bock mit einem Schmunzeln. Nach dem Wiederanpfiff zeigte die Vineta dann ihre Offensivstärke. „Da haben wir es besser gemacht, auch wenn Rendsburg gar nichts mehr nach vorne gemacht hat“, so Bock der trotzdem nicht von einem Comeback im Aufstiegskampf reden wollte: „Rotenhof ist einfach zu beständig. Wir tun weiter gut daran, von Spiel zu Spiel zu schauen.“

Tore: 1:0 Marc Rölke (40.), 2:0 Patrick Scheer (55.), 3:0 Andres Ayendi-Perez (66.).
 

TSV Borgstedt – 1. FC Schinkel 0:2 (0:0)

Trotz einer guten Leistung standen für die Mannschaft von TSV-Trainer Torben Bahr wieder einmal keine Zähler zur Buche. Trotzdem war er stolz auf das Kämpferherz seines Teams: „Die Leistung sollte uns Selbstvertrauen geben für die kommenden Auftritte. Wir haben alles gegeben, hätten nur unsere Chancen besser nutzen müssen.“ Damit brachte er es auf den Punkt. Knapp 90 Minuten dominierten die Gastgeber die Partie und erspielten sich eine Vielzahl von guten Möglichkeiten, die aber zum Teil kläglich vergeben wurden. Am Ende nutzten die Gäste ihre einzigen Chancen und holten sich so die drei Punkte.

Tore: 0:1 Mathias Wrzesinski (87.), 0:2 Enea Dauti (90.).
 

TSV Waabs – SG Felde/Stampe 5:3 (1:2)

Warum sich die Waabser immer mehr als Favoritenschreck outen, kann sich auch TSV-Coach Matthias Daniel nicht so richtig erklären. „Wir haben in der Hinrunde meistens nur knapp verloren. Jetzt sind wir personell wieder vollzählig und es zeigt sich, dass wir besser sind als es die Tabelle aussagt.“ Drei Siege in Folge gegen Mannschaften von ganz oben stehen nun zu Buche. Gerade in der ersten Halbzeit sah es aber nur ganz zu Beginn danach aus, als sollten die Platzherren man die Punkte einfahren. „In der zweiten Hälfte waren wir besser. Die Schlussphase hatte es dann in sich“, freute sich Daniel über einen späten Sieg. „Wir gucken nur nach unten und geben einfach weiter Gas“, fügt er hinzu.

Tore: 1:0 Marcel Pommerening (20.), 1:1 Lasse Kleemann (35.), 1:2 Florian Garling (37.), 2:2 Jan-Ole Jürgensen (58.), 3:2 Jan Kuckluck (65., ET), 3:3 Eric Henack (76.), 4:3 Pommerening (87.), 5:3 Jürgensen (90.).

Osdorfer SV – TuS Rotenhof 1:2 (1:1)

Bereits von Anfang an nahmen die Gäste das Zepter in die Hand und dominierten die Partie. Das 1:0 war die Folge von ansehnlichem Offensivfußball. Doch danach ließ der Tabellenführer nach, die Osdorfer kämpften sich in die Begegnung und kamen zum 1:1-Ausgleich. „Wir haben da ein bisschen zu nachlässig gespielt, was nach der Pause aber schnell besser wurde“, sagte TuS-Trainer Thomas Gosch. Nach dem Wiederanpfiff entwickelte sich dann ein Spiel auf ein Tor, und es ergaben sich Chancen über Chancen für die Rotenhöfer, die aber bis kurz vor Ende auf den erlösenden 2:1-Treffer warten mussten. „Wir haben die Möglichkeiten zu leichtfertig vergeben. Kurz vorm Siegtreffer hatten wir sogar noch Glück nicht in Rückstand zu geraten“, so Gosch.

Tore: 0:1 Alexander Ermeling (10.), 1:1 Stefan Kohlmann (27.), 1:2 Jan Kock (86.).

Osterrönfelder TSV II – TuS Bargstedt 3:4 (0:3)

„Was für eine Moral“, stellte Osterrönfelds Stefan Peretzke kurz nach Ende der Partie zu Recht fest. Nach 0:4-Rückstand und einer unterirdischen ersten Hälfte gab die Heimmannschaft nicht auf und kam nochmal auf 3:4 ran. „Die hohe Führung war in allen Belangen verdient. Bargstedt hat uns anfangs richtig an die Wand gespielt“, fand Peretzke. „Mit etwas Glück und paar Minuten extra, wäre am Ende vielleicht noch mehr möglich gewesen.“

Tore: 0:1, 0:2 Thies Michaelis (21., 29.), 0:3 Marcus Wieben (35.), 0:4 Mathias Döring (54., FE), 1:4 Christoph Belling (61.), 2:4 Jascha Piotraschke (70.), 3:4 Kalle Burkel (88.).
 

TSV Gut-Heil Lütjenwestedt – TSV Karby 2:0 (1:0)

Ein Ausrufezeichen im Abstiegskampf setze der TSV GH Lütjenwestedt und ließ Karby wieder in die Gefahrenzone rutschen. Von Anfang an zeigten die Gastgeber eine couragierte Leistung und versuchten mit großem Kampf das Spiel zu beherrschen. „Wir wollten eine Reaktion zeigen, was uns gut gelungen ist“, erklärte TSV-Coach Horst Zetl. Folgerichtig ging der Gastgeber auch früh mit 1:0 in Führung. Nach dem Wiederanpfiff veränderte sich das Bild und Karby drückte auf den Ausgleich. „Die haben uns dann ordentlich unter Druck gesetzt. Das 2:0 kam dann zur richtigen Zeit“, so Zetl.

Tore: 1:0 Arne Rühmann (9.), 2:0 Tim Eichert (61.)
Bes. Vork.: Andreas Otte verschießt Foulelfmeter (93.; Karby).

VfR Eckernförde – Osterbyer SV 2:2 (2:0)

„Das war ein richtiges Derby“, war VfR-Trainer Arne Witt nach dem Spiel noch ganz außer Atem. Zwei Platzverweise, viele strittige Situationen und vier Toren standen am Ende zur Buche. Den besseren Start in die Partie erwischten die Gastgeber, „aber nach der Roten Karte mussten wir umstellen und Osterby übernahm die Kontrolle“, gab Witt zu. Sein Team erhöhte zwar auf 2:0, „aber am Ende ging uns etwas die Puste aus. Wenn man so lange in Unterzahl spielt wird es na klar schwer gegen zu halten“, so Witt.

Tore: 1:0 Tobias Schröder (10.), 2:0 Lukas Kommorovski (44.), 2:1 Lasse Retza (67.), 2:2 Marco Klay (82.)
Rote Karte: Fabien Lecour (13., Notbremse, VfR).
Gelb-Rote Karte: Finn Doorentz (83., wdh. Foul, VfR).

TuS Jevenstedt – Eckernförder SV II 1:4 (1:3)

Durch die erneute Niederlage muss sich die junge Truppe von Trainer Michael Rohwedder wohl vom Aufstiegstraum verabschieden. Trotz guter Leistung und einer frühen Führung holten die Jevenstedter keine Punkte. „Nach der Führung hätten wir einfach nachlegen müssen“, trauert Rohwedder den vielen vergebenen Chancen hinterher. Besser stellten sich die Gäste an, die aus wenigen Möglichkeiten drei Tore machten und das Ergebnis auf den Kopf stellten. „Wir sind angerannt, hatten heute aber auch einfach nicht das Glück. Der ESV war heute einfach cleverer“, so Rohwedder.

Tore: 1:0 Mirko Mrosek (5.), 1:1 Dirk Wallochny (24.), 1:2 Jaron Ewert (27.), 1:3 Christoph Petersen (35.), 1:4 Lasse Schumacher (80.).

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