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Rendsburg-Eckernförde : Vierter Brand in zwei Wochen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Es war das nächste Feuer: In Bokelfeld brannte eine Scheune bis auf die Grundmauern nieder.

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2017 | 18:39 Uhr

Der Feuerschein war in der fast mondlosen Nacht über Kilometer zu sehen: Am frühen Montagabend (gegen 19.15 Uhr) brannte eine Scheune in Bokelfeld bis auf die Grundmauern nieder. Menschen und Tiere wurden dabei nicht verletzt.

Es ist das vierte Feuer auf landwirtschaftlichen Betrieben in den Ämtern Nortorfer Land und Mittelholstein innerhalb von zwei Wochen. Es gebe einen zeitlichen und einen räumlichen Zusammenhang, bestätigte die Polizei auf Anfrage, eine gemeinsame Ursache sei allerdings bisher nicht gefunden worden. Aber: „Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen“, sagte Polizeisprecher Sönke Hinrichs, Brandstiftung könne bisher nicht ausgeschlossen werden. Die Fälle erforderten es oft, dass Sachverständige hinzugerufen wurden, die die Brandstellen untersuchen.

Am Montag war aus noch unbekannter Ursache die Scheune, in der rund 50 Rundballen Stroh gelagert waren, in Brand geraten. Seine Tochter habe gerade Kartoffeln für einen Kunden aus einer benachbarten Lagerhalle geholt. Da habe sie die Flammen aus der Scheune schlagen sehen und ihren Mann alarmiert, sagte einer der Angehörigen. Hätte sie das Feuer nicht so früh bemerkt, wären womöglich auch das benachbarte Wirtschaftsgebäude, an das auch das Wohnhaus der Familie anschließt, in Brand geraten.

Entsprechend spielte der Schutz der Nachbargebäude auch beim Feuerwehreinsatz eine große Rolle. Mit massivem Wassereinsatz kühlten die Feuerwehrleute die Dächer der nahen Gebäude, um ein Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Mit der Drehleiter aus Nortorf bekämpfte die Einsatzleitung das Feuer von oben. Als der Großteil der Scheune zusammengebrochen war, machten sich die Retter daran, die Trümmer auseinanderzuziehen, um weitere Glutnester zu löschen. Mehrals 100 Feuerwehrleute der Wehren Bokel, Brammer, Emkendorf und Nortorf waren im Einsatz. Während die Nachbargebäude nicht beschädigt wurden, waren die Scheune und ein Seitenkipper, der sich darin befand, nicht mehr zu retten. Die Schadenshöhe war am Dienstag noch unbekannt. Die Kripo Rendsburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

In Emkendorf brannte vor zwei Wochen ein Strohlager mit zwei Wohnungen nieder. Die Polizei schätzte den Schaden auf einen unteren sechsstelligen Betrag. Wind begünstigte das Ausbreiten der Flammen, sodass das Feuer auf ein benachbartes Wohnhaus übergriff.

In der vergangenen Woche brannte es gleich zwei Mal: In Luhnstedt fiel eine Maschinenhalle, in der zwei Traktoren sowie Stroh untergebracht waren, dem Feuer zum Opfer. Am 15. Oktober schrillten die Sirenen in Jevenstedt: Im Ortsteil Nienkattbek hatte ein Feuer einen Kuhstall zerstört. Der Landwirt konnte die rund 100 Kühe noch rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Ein Ergebnis der Ermittlungen sei laut Polizei in den kommenden Wochen zu erwarten.

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