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Kleinbrände, Sachbeschädigung, Raub : Vier Feuer und ein Fehlalarm

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Ereignisreiche Nächte für Polizei und Feuerwehr.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2013 | 08:28 Uhr

Rendsburg | Grill anschmeißen und die Sonne genießen - für die diensthabenden Kräfte von Polizei und Feuerwehr kam das am Wochenende nicht in Frage. Sie hatten alle Hände voll zu tun. Nicht nur eine Serie von Kleinbränden, auch ein Fall von Sachbeschädigung und ein Raub, der gar keiner war, sorgten für reichlich Beschäftigung.

In der Nacht zu Sonnabend brannte es gleich in drei Straßen im Stadtteil Mastbrook. Während gegen 2.30 Uhr in der Kolberger Straße mehrere Müllcontainer in Flammen standen, hatten bislang unbekannte Täter zuvor in der Stargarder Straße (0.55 Uhr) und später in der Breslauer Straße (1.35 Uhr) gelbe Säcke angesteckt. Alle Brände wurden von der Feuerwehr gelöscht. Bei einer örtlichen Fahndung wurden von der Polizei diverse Personen kontrolliert, jedoch zunächst ohne jeglichen konkreten Tatverdacht.

In der darauffolgenden Nacht, am Sonntagmorgen gegen 5.05 Uhr, wurde Feuer auf dem Schulhof der Herderschule gemeldet. Am Einsatzort fanden Polizei und Feuerwehr vier in voller Ausdehnung brennende Papiercontainer vor. Die Freiwillige Feuerwehr löschte die Behälter ab; sie wurden völlig zerstört. Zeitgleich wurde in unmittelbarer Nähe, am so genannten Wagenhaus, ein weiterer brennender Papiercontainer festgestellt. Auch hier war die Feuerwehr rechtzeitig zur Stelle. Nach Einschätzung eines Polizeisprechers dürfte ein Gesamtsachschaden von mehr als 1000 Euro entstanden sein. Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise zu allen genannten Fällen unter Tel. 04331/208-0.

Eine Stunde vor Meldung des Feuers an der Herderschule war die Polizei zur Konrad-Adenauer-Straße in Bahnhofsnähe gerufen worden. Dort hatte ein Zeuge gegen 4.05 Uhr beobachtet, wie zwei junge Männer den Stern an einem Mercedes abtraten und dann die Kieler Straße stadtauswärts in Richtung Fähre weiterzogen. Aufgrund der Beschreibung konnte eine Funkstreife des Polizeireviers Rendsburg kurz darauf zwei Männer (20 und 17 Jahre alt) in der Straße Königskoppel antreffen. Sie gaben nach anfänglichem Leugnen die Sachbeschädigung an dem Fahrzeug zu und werden sich vor Gericht verantworten müssen.

Mit der Justiz wird es auch ein junger Mann zu tun bekommen, der in derselben Nacht auffällig geworden war. Um 0.45 Uhr wurde der Regionalleitstelle der Polizei in Kiel über Polizeiruf 110 ein Raub in der Ostlandstraße gemeldet. Bereits eine Minute später waren zwei Funkstreifen des Polizeireviers Rendsburg am Einsatzort und trafen hier in der Telefonzelle einen 17-Jährigen an, der angeblich gerade mit seinem Freund telefoniert hatte. Die Polizei wollte er nicht angerufen haben. Und von einem Raub zu seinem Nachteil war nun nicht die Rede. Ein Rückruf zur Regionalleitstelle ergab, dass unmittelbar zuvor von dieser Telefonzelle aus der angebliche Raub angezeigt worden war. Jetzt wird sich der 17-Jährige wegen Missbrauchs von Notrufen und Vortäuschen einer Straftat verantworten müssen.

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