Viel Lob für ein Sehestedter Original

Standing Ovations: Im voll besetzten Saal des Gasthofes „Landhaus“ applaudierten die Einwohner ihrem neuen Bürgermeister.
Standing Ovations: Im voll besetzten Saal des Gasthofes „Landhaus“ applaudierten die Einwohner ihrem neuen Bürgermeister.

Langjährige Bürgermeisterin Rita Koop verabschiedet / Torsten Jürgens-Wichmann (CDU) einstimmig zum Nachfolger gewählt

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20. Juni 2018, 12:57 Uhr

Torsten Jürgens-Wichmann (CDU) ist zum neuen Bürgermeister in Sehestedt gewählt worden. In der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung im „Landhaus“ erhielt er ein einstimmiges Votum. Im Gemeinderat hat die CDU fünf Sitze, SPD und Wählergemeinschaft jeweils drei.

Jürgens-Wichmann war 24  Jahre lang Stellvertreter der SPD-Bürgermeisterin Rita Koop, die zur Kommunalwahl nicht mehr antrat. Die Kommunalpolitikerin, oft beschrieben als ein echtes Original, wurde mit Blumen und vielen lobenden Worten in der Sitzung verabschiedet. Jürgens-Wichmann kündigte an, dass die offizielle Verabschiedung der langjährigen Bürgermeisterin am Sonnabend, 18. August ab 11 Uhr im Markttreff groß gefeiert werden soll. Dazu wird das ganze Dorf eingeladen.

Blumen gab es auch für die ausgeschiedenen Mandatsträger und für Dr. Juliane Rumpf. Die Gemeindevertreterin wurde zur neuen Kreispräsidentin gewählt (wir berichteten). Jürgens-Wichmann zeigte sich überzeugt davon, dass die gute Zusammenarbeit in der Gemeindevertretung weiter fortgeführt werden könne. „Wir haben einen Schwung neuer Leute im Gemeinderat, das bedeutet auch neue Ideen“, sagte der 59-Jährige. Als größte Herausforderung für die Gemeinde nannte er die Verkehrssituation an der Kanalfähre. „Da herrscht zu viel Betrieb, weil die Autofahrer durch ihre Navigationsgeräte bei Staus auf der Autobahn 7 dorthin geleitet werden“, stellte er fest. Das führe an manchen Tagen zu Wartezeiten von mehr als einer Stunde. Die Gemeinde fordert jetzt in einem Brief, der an das Wasserstraßen- und Schiffahrtsamt (WSA), die Regierungsparteien in Berlin und an den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr gerichtet ist, den Einsatz einer zweiten Fähre. Das Dorf würde unter den langen Staus an den Fährstellen leiden, betonte Jürgens-Wichmann. Der Schulbus könne nicht durch Sehestedt fahren, weil die Straßen verstopft seien. Zudem gebe es keine Toiletten mehr an der Fähre, wofür das WSA zuständig sei. „Die wartenden Autofahrer pinkeln uns in die Vorgärten“, stellte der Bürgermeister erbost fest. „Die Situation an der Fähre ist unzumutbar.“

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