Schule Todenbüttel : Viel Lob für eigenständiges Arbeiten

Vorführung der Barrieren-Technik: Lukas Saalfeld und Schulleiterin Heike Brunkert mit Frank Paul von der CAU Kiel, Kerstin Langer vom Bildungsministerium, Sabine Petersen von der Technischen Akademie Nord und Thomas Küll,  Nordmetall-Stiftung (v.l.).
Vorführung der Barrieren-Technik: Lukas Saalfeld und Schulleiterin Heike Brunkert mit Frank Paul von der CAU Kiel, Kerstin Langer vom Bildungsministerium, Sabine Petersen von der Technischen Akademie Nord und Thomas Küll, Nordmetall-Stiftung (v.l.).

Die „lüttIng“-Jury besuchte den naturwissenschaftlichen Nachwuchs an der Todenbütteler Schule.

shz.de von
25. März 2014, 06:00 Uhr

Viel Lob und Applaus für die Technik- und Informatikschüler der Theodor-Storm-Dörfergemeinschaftsschule gab es beim Besuch der „lüttIng“-Jury. Seit Schuljahresbeginn arbeiten insgesamt 30 Mädchen und Jungen an der Konzeption eines Lern-Labyrinths, das nach der Fertigstellung in allen Klassenstufen zur spielerischen Abfrage des Unterrichtsstoffs eingesetzt werden könnte.

Die Spielidee: Vier an den Ecken postierte Spieler versuchen gemeinsam, das bewegliche Labyrinth so hin und her zu bugsieren, dass eine Kugel durch die Labyrinthgänge zur nächsten Barriere (von denen es insgesamt zehn gibt) läuft. Die Sperre senkt sich nur, wenn eine auf einem PC-Bildschirm eingeblendete Multiple-Choice-Frage richtig beantwortet wird. Die Theodor-Storm-Dörfergemeinschaftsschule ist eine von acht Schulen in Schleswig-Holstein, die den Zuschlag für die Teilnahme an der „lüttIng Schüler-Technik-Akademie“ bekommen haben.

Die Teilnahme ist mit einer Fördersumme von 5000 Euro verbunden. „Dieses Geld kommt vom Bildungsministerium, von Nordmetall und zu einem kleineren Anteil von der Professor-Werner-Petersen-Stiftung“, erläuterte Projektkoordinatorin Sabine Petersen von der Technischen Akademie Nord beim Jurybesuch in Todenbüttel, „und es ist das erste Mal, dass wir ‚lüttIng‘ für die Sekundarstufe 1 anbieten.“

„Das ist eines von vielen Projekten, mit dem man dem Fachkräftemangel in den naturwissenschaftlichen Bereichen begegnen will“, vermerkte Kerstin Langer vom Ministerium für Bildung und Wissenschaft. „Die Jugendlichen sollen dazu motiviert werden, sich mit technischen und naturwissenschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen.“ Dass genau das in Todenbüttel offenkundig bestens klappt, davon konnten sich die Jurymitglieder bei ihrer Stippvisite bei den jungen Lernlabyrinth-Entwicklern überzeugen.

Die Schüler erklärten ihren Gästen aus Kiel, wie sie in Teamarbeit praktikable Lösungen für verschiedene Fragestellungen gefunden haben. Dazu gehörte die Höhenverstellbarkeit des Labyrinths, der Kippmechanismus, die Lichtschrankentechnik, das Betriebssystem und die Software für die Quiz-Programmierung. Die Schüler haben zum Beispiel PCs ausgeschlachtet, weil sich deren CD-Laufwerke optimal als Labyrinth-Barrieren verwenden lassen.

„Im Vergleich zu anderen Schulen wird hier super eigenständig gearbeitet“, stellte Sabine Petersen fest und bezeichnete den Teamgeist der Todenbütteler Schüler als „herausragend“. „Man merkt, dass ihr mit viel Herzblut dabei seid“, lobte auch Thomas Küll von der Nordmetall-Stiftung und beurteilte das Leistungsniveau der Labyrinth-Konstrukteure als „sehr weit fortgeschritten“.

„Die größere Arbeit bestand darin zu recherchieren, was wir brauchen“, bemerkte Fachlehrer Ralf Goerke, „das Zusammensetzen der Teile ist dagegen relativ einfach.“ Am 6. Juni muss das Lern-Labyrinth fertig sein, dann sollen alle acht „lüttIng“-Schulen ihre Projekte im Audimax der Fachhochschule Kiel vorstellen. Thorge Specht ist sicher: „Wenn wir in dem Tempo weiterarbeiten, schaffen wir das.“


> www.luetting.de

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