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SOS - Rettet die Schwebefähre : Viel Beifall für Premiere des Schwebefähren-Films

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Rendsburger Dieter Kobrock zeigt 20-minütigen Beitrag. Solidaritätsvormittag im Kinocenter.

Das Schicksal der Schwebefähre bewegt die Menschen in der Region. Das wurde gestern bei einer Solidaritätsveranstaltung im Kinocenter ein weiteres Mal deutlich. Im Mittelpunkt stand der neue Film „SOS – Rettet die Schwebefähre“. Dieter Kobrock hatte die 20-minütige Collage aus Anlass der Havarie vom 8. Januar produziert.

Der Filmemacher aus Rendsburg-Süd nutzte dabei überwiegend eigenes Material aus den vergangenen Jahren und kombinierte es mit Kurzinterviews. Zu Wort kommen Menschen, die ihre eigene Sicht auf die Schwebefähre als verbindendes Verkehrsmittel und als Anziehungspunkt für Touristen schildern, unter anderem Osterrönfelds Bürgermeister Bernd Sienknecht und der frühere Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner. Den mit Abstand niedlichsten Auftritt hatte Kobrocks fünfeinhalbjähriger Enkel Kjell. Der Junge stellte in einem Filmausschnitt fest, dass er „schon seit fünf Jahren immer zum Kanal und zur Fähre komme, um Schiffe zu gucken.“

Erste Stadträtin Annegret Bruhns machte die Verbundenheit der Stadt zur Schwebefähre deutlich und dass man die Aktion zu ihrem Erhalt sehr unterstütze. Monika Heise vom Tourismus- und Stadtmarketing sagte, dass die Schwebefähre zu den „Top-10-Sehenswürdigkeiten“ in Schleswig-Holstein zählt. „Unsere Gäste wollen die Fähre sehen, sie wollen das Schweben über dem Wasser genießen.“

Damit dieser Wunsch in Erfüllung geht, forderte Kreiskulturbeauftragter Reinhard Frank auch im Namen des Kulturnetzes Rendsburg eine schnelle Reparatur der Schwebefähre. Der Preis dafür sei auf jeden Fall bezahlbar, „der Wert der historischen Fährverbindung dagegen ist unbezahlbar“. Bürgermeister Bernd Sienknecht zeigte sich zuversichtlich, dass die Schwebefähre bald wieder fährt. Bis dahin müsse aber zügig für einen Ersatz gesorgt werden.

Aus den Reihen der 100 Gäste gab es mehrere Wortmeldungen. Ein Ingenieur sagte, dass man die Reparatur des havarierten Verkehrsmittels einer der kleinen freien Werften am Kanal anvertrauen sollte, damit die Fähre zügig wieder flottgemacht werde. Wenig Vertrauen hatte er in die Leistungsfähigkeit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, die die Schwebefähre auf ihrem Rendsburger Bauhofgelände (frühere Werft Saatsee) untersuchen lassen will. Ein anderer Besucher erinnerte daran, dass es vor 15 Jahren üblich gewesen sei, einen Ausfall der Schwebefähre durch den Einsatz einer herkömmliche Fähre zu kompensieren. Meist sei dann eine Fähre der Fährstelle Nobiskrug abgeordnet worden.

Zum Abschluss des Vormittags schenkten Kino-Chefin Nicole Claussen und ihre Mitarbeiter das hochprozentige „Kanalwasser“ aus. Der Film von Dieter Kobrock konnte auf DVD gegen eine Spende mit nach Hause genommen werden. Die wenigen im Kino angebotenen Exemplare waren allerdings schnell vergriffen. Sie werden aber nachproduziert und sind ab dem morgigen Dienstag in der Touristinformation im Alten Rathaus erhältlich.

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