Bilanz : Viel Arbeit auch nach der Explosion

15. Januar, kurz nach der heftigen Detonation an der Dorfstraße. Ein Wohnhaus wurde völlig zerstört.
1 von 3
15. Januar, kurz nach der heftigen Detonation an der Dorfstraße. Ein Wohnhaus wurde völlig zerstört.

Freiwillige Feuerwehr Osterrönfeld blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2017 zurück / Umstellung auf digitale Funktechnik

shz.de von
08. Januar 2018, 10:24 Uhr

Zu insgesamt 53 Einsätzen rückte die Osterrönfelder Feuerwehr im vergangenen Jahr aus. Diese Zahl liege um 16 höher als im Jahr zuvor, machte der Wehrführer Thomas Reicher am Freitag während der Jahresversammlung deutlich.

Der größte Einsatz ereignete sich am 15. Januar 2017, als ein Haus in der Dorfstraße durch eine Gasexplosion zerstört wurde. Fünf Menschen wurden dabei verletzt. „In einem solchen Fall muss viel koordiniert werden“, machte Reicher deutlich. „Zwei Hubschrauber transportierten die Brandverletzten ab, der Verkehr wurde umgeleitet, Notunterkünfte wurden besorgt.“ Die Zusammenarbeit von Technischer Einsatzleitung, Deutschem Roten Kreuz, Technischem Hilfswerk, Energieversorger und den Nachbarwehren habe sehr gut funktioniert, stellte der Wehrführer fest.

Seine Truppe wurde zu weiteren vier etwas größeren Feuern gerufen. Dabei seien die Brandmeldeanlagen von Vorteil gewesen, die für eine schnelle Alarmierung gesorgt hätten, so Reicher. „Ich bin froh über jede Meldeanlage im Dorf, denn dann werden wir gerufen, bevor das Feuer zu groß ist.“

Bei den Ehrungen stand Thomas Reicher (56), seit 1984 Wehrführer, selbst im Mittelpunkt. Der Hauptbrandmeister wurde für 40 Jahre aktiven Dienst mit dem Brandschutzehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Der stellvertretende Kreiswehrführer Fritz Kruse sagte: „Du bist ein Feuerwehrmann, wie er im Buche steht. Du lebst dein Hobby intensiv.“ Reicher erhielt bereits mehrere hohe Auszeichnungen, unter anderem das Schleswig-Holsteinische Feuerwehrehrenkreuz in Silber.

Der stellvertretende Wehrführer Thies Doose berichtete, dass in der kommenden Woche die Digitalfunkgeräte in die Einsatzfahrzeuge eingebaut werden. Bis auf neun der 42 Kameraden seien alle Aktiven in der Handhabung geschult worden. Ab dem 17. Januar wird auch in Osterrönfeld digital gefunkt.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen