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Landeszeitung

23. Oktober 2017 | 04:52 Uhr

Verzicht auf Pommes hilft dem Klima

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Ernährungsexpertin: Bewusste Wahl der Lebensmittel reduziert Treibhausgase / Verbraucherzentrale in Gemeinschaftsschule Schacht-Audorf

Klimaschutz fängt auf dem eigenen Teller an, lernten gestern Schüler der Gemeinschaftsschule Schacht-Audorf. Und dass der Klimawandel nicht nur durch die Treibhausgase aus Industrie und Verkehr verursacht wird, sondern auch durch die Auswahl von Lebensmitteln.

Die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein war mit ihrer „Klimaexpedition“, die sie in Kooperation mit der Entwicklungs- und Umweltorganisation „Germanwatch“ durchführt, zu Besuch in der Schule. Die Ernährungswissenschaftlerin Selvihan Koç erläuterte, welchen Einfluss die Ernährung auf den Klimawandel hat. „Dass eingeflogene grüne Bohnen aus Kenia das Klima mit 50 mal mehr Treibhausgas belasten als heimische Bohnen, fand ich schon sehr interessant“, stellte die Schülerin Katja Reimers aus der Klasse 10a fest. Und ihre Klassenkameradin Fredi Nocke war erstaunt darüber, dass eine Portion Pommes Frites in der Verarbeitung und Zubereitung über viermal so viel CO2 verursacht wie eine Portion Salzkartoffeln. Und dass Fleischgerichte gegenüber rein pflanzlichen Gerichten das etwa 8,5-fache an Treibhausgasen freisetzen, überraschte alle Schüler. „Durch eine bewusste Ernährung kann jeder etwas zur Reduzierung der Treibhausgase beitragen“, betonte Selvihan Koç deshalb deutlich.

Mit Bildern des Wettersatelliten Meteosat 9 machte Thomas Rahne von „Germanwatch“ die globalen und regionalen Ursachen und Folgen des Klimawandels sichtbar. Und er zeigte den Jugendlichen Handlungsmöglichkeiten auf, um die bedrohliche Entwicklung zu stoppen oder zumindest zu mildern.

An fünf Schulen finden in dieser Woche „Klima-Expeditionen“ statt, die vom Klimaschutzmanagement des Kreises Rendsburg-Eckernförde gemeinsam mit dem Rotary Club Mittelholstein gesponsert werden. Da sich neun Schulen beworben hatten, entschied das Los. Die Rotary-Präsidentin Heidi Fauth und der Klimaschutzmanager Sebastian Krug waren begeistert von dem großen Interesse der Jugendlichen an dem wichtigen Thema Klimaschutz: „Sie haben toll mitgemacht und viele eigene Ideen entwickelt.“




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