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Zauberei : Verzauberte Eisendorfer am Brahmsee

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Roland Henning begeistert die Kinder mit seinen Tricks. Der Magier tritt bei Geburtstagen, Familienfeiern und Partys auf und sorgte am Brahmsee für Unterhaltung pur.

shz.de von
erstellt am 06.Sep.2013 | 13:07 Uhr

Vor den Bänken mit den Kindern steht ein kleiner Tisch, mehr braucht er nicht. Er, dass ist Roland Henning (35), der seinen Kindertraum wahr gemacht hat und seinen alten Job an den Nagel hängte, und nun als Berufszauberer in ganz Schleswig-Holstein unterwegs ist. „Ich habe mit sechs meinen ersten Zauberkasten bekommen und ihn Gott sei Dank nicht weggelegt,“ lacht er, „seitdem hat mich die Zauberei verzaubert. Aus meinem alten Beruf wollte ich weg,“ sagt der in Berlin geborene Künstler, „aus der Stadt auch, und so bin ich hier her gekommen. Seit 15 Jahren rocke ich nun Kindergeburtstage, Familienfeiern und Partys.“ Aber nicht nur das, seit Juni hat der umtriebige Mann ein eigenes Zaubertheater in Lübeck.

Aber dann geht es los. Zuerst nimmt er einen gewöhnlichen Filzstift, der blitzschnell von der einen Tasche seines Umhangs in die andere wechselt. Dann die Sache mit dem Seil. Es ist weiß und hat wie jedes seiner Art zwei Enden. Die knotet er zusammen, streift lässig Knoten ab, hält sie für alle sichtbar in seiner rechten Hand. Ein erstes erstauntes: „Hä?“ Dann hält er es hoch, und das Seil bildet einen geschlossenen Kreis, keine Knoten, keine Schnittstelle, nichts, einfach nur rund. „Das gibt es doch gar nicht“, ruft einer, „da ist doch ein Trick bei!“ Helles Gelächter rundum. „Klar“, sagt der „Nordzauberer“, so sein Künstlername, „was hast du denn gedacht“, und muss nun selber lachen. Schnell zieht er das Seil durch die Hand, in der er immer noch die Knoten hält, und da ist es wieder, natürlich wieder mit zwei Enden. Ungläubiges Staunen in der Runde. Und dann war da noch die Geschichte mit den roten Bällen, die er zunächst verschwinden lässt, um sie dann ganz ohne Abrakadabra in ausgestreckten Kinderhänden wieder auftauchen zu lassen.

Gabi Petersen, Vorsitzende des Kulturausschusses Eisendorf, hat die Veranstaltung organisiert und mit ihren drei Helfern für den reibungslosen Ablauf gesorgt. „Wir machen jedes Jahr im September etwas mit unseren Kindern, die sind das A und O für uns.“ 15 sind gekommen, alle mit ihren Fahrrädern, eine abgesprungene Kette oder abgefallenen Lampe haben die Ankunft zwar verzögert, aber nicht aufgehalten, auch ein kleiner Sturz tat der Sache keinen Abbruch. „Wir hatten schon Detektivgeschichten oder Indianerspiele, wo ein Lagerfeuer gebaut oder mit Specksteinen gearbeitet wurde, und dieses Jahr eben den Magier,“ sagt sie und fügt noch hinzu, „wir werden immer sehr gut von unserem Bürgermeister unterstützt.“ Inzwischen hat der aufgestellte Grill die nötige Temperatur erreicht, die Getränke für alle stehen bereit, und nun müssen, Simsalabim, die anwesenden Eltern das Essen herbeizaubern.

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