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Mühlenstraße : Verwirrte Autofahrer und genervte Kunden

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Baustelle in der Mühlenstraße stellt die Geduld von Geschäftsleuten und Verkehrsteilnehmern auf die Probe.

Die Ketten eines Baggers kratzen kreischend über Metall. Ein Pressluftgerät verdichtet unter ohrenbetäubendem Hämmern den frisch aufgeschütteten Untergrund. Baulärm tönt seit Dienstag durch die Mühlenstraße. Der Fußgängerübergang am Torbogen des Alten Rathauses wird erneuert. Für Fahrzeuge ist dieser Bereich gesperrt.

Die Lieferanten der umliegenden Geschäfte können ihre Ware dadurch teils nur mit Verzögerung zustellen. Kunden verstehen zeitweise kaum ihr eigenes Wort. Voraussichtlich bis zum 15. April muss dieser Teil der Altstadt noch mit den Nachteilen leben, erst dann sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Wenige Schritte vom Geschehen entfernt arbeitet Dirk Draksal, Betreiber von „Dirk’s Tabakladen“ in der Hohen Straße. Sein Lieferant kann seinen Lastwagen nicht mehr in der Mühlenstraße parken. Jetzt muss er die Ware vom Schiffbrückenplatz aus zu Fuß in den Laden karren. In der „Telekom“-Filiale an der Ecke Hohe Straße/Mühlenstraße kann man mitunter kaum ein Wort der Kunden verstehen, berichtet Andreas Algermissen, der dort beschäftigt ist. Auch Arne Hartwig von „Juwelier Horst“ gegenüber ist von der Baustelle schon jetzt genervt: „Natürlich müssen die Arbeiten gemacht werden, aber ich kann die Dauer nicht nachvollziehen.“

Im Gegensatz zu den anderen Geschäftsleuten in der Nachbarschaft nimmt Sylvia Trost vom „Reisebüro Trost“ am Altstädter Markt die Straßenerneuerung gelassen. Sie freut sich, wenn diese vorüber ist, findet es aber auch nicht von Nachteil, dass wegen der Sperrung nun mehr Passanten direkt an ihrem Geschäft vorbeigehen. Weil der Torbogen nämlich abgeriegelt ist, ist ein kleiner Umweg über den Marktplatz unterhalb des Glockenspiels nötig. Dort bleiben Neugierige stehen, um sich die Arbeiten anzuschauen: „Der Gestank der Baufahrzeuge stört etwas“, sagt Passant Wilfried Genthe (72). „Für die Autofahrer ist es natürlich lästig, dass sie den weiten Bogen fahren müssen.“ Allerdings wurde der Hinweis an der Einfahrt zur Mühlenstraße von vielen übersehen. Immer wieder stoppten überraschte Autofahrer an der Absperrung und mussten ihr Vehikel wenden.

„Für die Hochzeiten sind die Bauarbeiten sehr unglücklich“, sagt Antje Tönsfeldt, Mitarbeiterin der Stadt im Fachdienst Personal. Am morgigen Freitag und kommenden Montag werden im Alten Rathaus Brautpaare erwartet. Tim Trienke, der Leiter des Standesamtes, beruhigt die Hochzeitsgäste: Während der Trauungen werden die Bauarbeiten eingestellt, und auch der Zugang zum Alten Rathaus durch den Vordereingang soll freigegeben werden.

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erstellt am 31.Mär.2016 | 06:15 Uhr

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