Nortorf : Vertrauliches ausgeplaudert? Willi Gronewald (SPD) prangert Rene Raden (CDU) an

Kontrahenten: SPD-Chef Willi Gronewald (links) und Rene Raden von der CDU

Kontrahenten: SPD-Chef Willi Gronewald (links) und Rene Raden von der CDU

Der Stimmung war vergiftet, der Ton rau. In der Sitzung des Nortorfer Bauausschusses ging es hoch her.

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17. September 2019, 19:19 Uhr

Nortorf | Die Stimmung in der Politik scheint nachhaltig vergiftet. Am Montag wurde der Ton in der Sitzung des Bauausschusses wieder mal rau. Dabei hatten sich die Politiker nach der Kommunalwahl darauf geeinigt, dass man in dieser Wahlperiode wieder zu einem gemäßigteren Ton finden würde.

So wie Sie sich verhalten, verhält sich kein Mensch. Willi Gronewald zu Rene Raden
 

Ein Screenshot als Beweis

„Wenn Sie noch einmal Inhalte aus dem nicht-öffentlichen Teil einer Sitzung publik machen, werde ich Mittel und Wege finden, Ihnen das zu verbieten", schimpfte SPD-Fraktionsvorsitzender Willi Gronewald in Richtung seines CDU-Gegenübers Rene Raden. „So wie Sie sich verhalten, verhält sich kein Mensch“, legte Gronewald nach. Dieser habe auf Facebook einen Beitrag kommentiert und dabei nicht-öffentliche Inhalte preisgegeben. Als Beweis hatte der Sozialdemokrat einen Screenshot mitgebracht. In dem Beitrag antwortet Raden auf die aktuelle Parkplatzsituation und sagt, dass nicht jede Fraktion das Problem mit zu wenig Parkplätzen sehe, aber dies nur im nicht-öffentlichen Teil einer Sitzung ausspreche.

Gelassene Reaktion auf die Kritik

Rene Raden nimmt die Kritik gelassen. „Ja, ich hab auf einen Beitrag geantwortet. Ich habe keine konkreten Daten oder Namen genannt, auch keinen Bezug auf eine Sitzung genommen.“

Kein Bodengutachten für Parkplatz

Kurze Zeit später drängten  Anja Diemann, Fraktionsvorsitzende der FDP, und Sylvia raden (CDU) in einem Punkt auf eine schnelle Entscheidung.  In der vorherigen Sitzung des Bauausschusses war bereits entschieden worden, dass für einen Parkplatz am Kuckucksweg kein neues Bodengutachten erstellt werden soll. Die Entscheidung war damals einstimmig, allerdings fehlte damals Gronewald in den Reihen der SPD.

Streit ums Rederecht

Nun war das Thema wieder auf der Tagesordnung und wurde erneut diskutiert – bis nach einigen Beiträgen der Antrag auf Abstimmung von der FDP kam.   „Wenn sie keine Lust haben, sich mit dem Thema zu beschäftigen, ist das ihr Problem. Weder ich, noch meine Leute lassen uns das Rederecht verbieten", sagte Gronewald.  Diemann konterte damit, dass über den Punkt schon diskutiert worden war.  Nicht nur in der aktuellen Sitzung. Der Ausschussvorsitzende Karsten Groth (CDU) mahnte, dass im Bauausschuss kein Platz für persönliche Streitereien sei.

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