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Aukrug : Verstärkung für die Gesetzeshüter

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Gero Gloy ist der neue Hauptkommissar im Aukruger Polizeirevier. Ein fünfköpfiges Team wird künftig von ihm geleitet.

Das Team der Aukruger Polizeistation ist wieder vollzählig: Gestern wurde der neue Leiter Gero Gloy offiziell vorgestellt. Seinen Dienst hat der 45-Jährige allerdings bereits am 1. Juni aufgenommen.

Angefangen hat Gloys Laufbahn bei dem damaligen Bundesgrenzschutz, der heutigen Bundespolizei. Als junger Mann hat er die Zeiten des Mauerfalls und den Aufbau neuer grenzpolizeilicher Strukturen an der polnischen und tschechischen Grenze miterlebt. Schnell zog es Gloy, der gebürtig aus dem Kreis Steinburg kommt und dort auch heute lebt, allerdings wieder in den Norden der Republik: 1997 begann er seinen Dienst mit dem Fachhochschulstudium in Altenholz als Polizist für das Land Schleswig-Holstein. Anschließend arbeitete er in Ahrensburg, Bad Oldesloe, Wrist, Glückstadt und Kellinghusen. Dort leitete der zweifache Familienvater unter anderem einige Monate lang die Polizeistation in der Flüchtlingsunterkunft in Kellinghusen, in der zeitweise bis zu 1700 Flüchtlinge untergebracht waren. „Eine ganz andere Erfahrung“, sagt Gero Gloy, der sich nun aber auf neue Aufgaben mit seinem fünfköpfigen Team freut.

Von Aukrug ist der Hauptkommissar schon jetzt begeistert, wie er sagt. „Es ist wunderschön hier. Die Gegend ist sehr grün, ich mag den Wald und die Heideflächen.“ Mit den vielen Rad- und Wanderwegen habe Aukrug auch einen hohen Freizeitwert. Und mit dem Rad kann Gloy auch zur Arbeit kommen. Viel Arbeit macht den Aukruger Beamten allerdings eine Straße – die Bundesstraße 430. „Das ist in unserem Gebiet die Straße schlechthin. Dort muss man jederzeit mit Unfällen rechnen.“ Erst kürzlich habe es einen Verkehrsunfall mit drei beteiligten Fahrzeugen gegeben. Drei Menschen wurden dabei schwer verletzt. „Der Unfall hätte genauso gut tödlich ausgehen können. Aber egal, wie so ein Unfall endet, er ist in jedem Fall auch für uns belastend“, berichtet Gloy.

Generell werden die Aukruger Beamten aber mit allen Facetten der polizeilichen Arbeit konfrontiert, erzählt ihr Vorgesetzter Torsten Ramm, Leiter der Zentralstation in Nortorf. „Das reicht vom Tötungsdelikt bis zum Falschparker“, so Ramm. Sein neuer Mitarbeiter Gero Gloy freut sich darauf, sich künftig intensiver um den einzelnen Bürger kümmern zu können. Das werde in Aukrug auch gern in Anspruch genommen: „Manchmal klingelt jemand bei uns und braucht einfach nur mal eine Hilfestellung für das tägliche Leben.“ Das heißt allerdings nicht, dass es in dem Dorf immer beschaulich zugeht: Erst im Frühling dieses Jahres fanden in Aukrug einige AfD-Veranstaltungen statt, die durch lautstarke Protestanten aufgemischt wurden. Repräsentativ seien diese Veranstaltungen aber nicht für Aukrug, sagt Gloy. Zu dem Schutzbereich seiner Polizeistation gehören außer Aukrug auch noch Ehndorf, Padenstedt, Arpsdorf und Wasbek mit insgesamt knapp 8000 Einwohnern.

Für die Zeit der Einarbeitung hat sich Gero Gloy bewusst keine Ziele gesteckt. „Ich muss mir erstmal einen Überblick verschaffen, die Region, die Menschen und die Hintergründe kennenlernen.“ So stehen demnächst beispielsweise Antrittsbesuche bei der Gemeindevertretung und der Schule an.

Dem 45-Jährigen machen am meisten die polizeilichen Erfolge Spaß an seinem Beruf. „Durch die eigenen Ermittlungen dazu beitragen, dass ein Täter zur Rechenschaft gezogen wird, das ist toll. Und wenn es sich um knifflige Sachverhalte handelt, die man aufklärt, ist es noch toller.“ Das passt zu seinem ursprünglichen Antrieb, den Beruf des Polizisten zu ergreifen: „Ich habe ein starkes Gerechtigkeitsempfinden, das war als Kind schon so. Auch beim Teilen mit meinen Geschwistern war ich immer sehr korrekt. Deshalb dachte ich irgendwann, dass dieser Beruf etwas für mich sein könnte. Und so ist es auch. Ich würde mich auf jeden Fall wieder so entscheiden.“

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erstellt am 06.Jul.2017 | 12:01 Uhr

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