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Kochprojekt : Verständigung geht auch durch den Magen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Frauen aus Owschlag und Asylbewerberinnen kochen gemeinsam. Beim ersten Mal gab es noch ein paar Verständnisprobleme. Aber alle waren begeistert und das Treffen soll wiederholt werden.

Orientalische Düfte durchzogen die Küche der Schule. Auf Einladung eines Owschlager Freundinnen-Kreises waren sieben Asylbewerberinnen gekommen und kochten mit Hilfe der Owschlagerinnen Spezialitäten aus ihrer Heimat. Ganz ohne Verständigungsschwierigkeiten verlief der internationale Abend nicht. So stand auf einem der im Vorfeld eingesammelten Einkaufszettel „Toast“. Die Einkäuferinnen hatten daraufhin das gleichnamige Brot besorgt, gemeint waren jedoch die Käsescheibletten, auf denen groß „Toast“ steht. Aber im Großen und Ganzen klappte die Verständigung zwischen den Frauen sehr gut. Und nach dem gemeinsamen Kochen wurden die Speisen in gemütlicher Runde gemeinsam verzehrt. So hatte Elham aus dem Iran „Sereschk Polo“ zubereitet – wunderbar zarte Hähnchenschenkel, die mit einer persischen Gewürzmischung, Safran, Zimt, Zwiebeln und getrockneten Berberitzen gebraten wurden. Ihre neunzehnjährige Tochter Kate richtete unterdessen mit ihrer gleichaltrigen Owschlager Kochpartnerin Dana das iranische Dessert „Scholeh Sard“ an – eine köstliche Spezialität mit Reis, Safran, Rosenwasser, Mandeln und Zimt.

Spannende Rezepte hatten auch die Köchinnen aus Albanien parat. Mit Käse überbackene Auberginen, mit Joghurt und Lauch gefüllte Teigtaschen und das Blechgericht „Pastiçe“. Interessiert schaute Catrin Bonse ihrer albanischen Kochpartnerin Eriona über die Schulter. Gekochte Spaghetti wurden auf dem Backblech verteilt, eine Mischung aus Eiern, Butter und Milch, sowie geriebene Geflügelwurst und Hirtenkäse gleichmäßig darüber gegossen, bevor das Blech in den Ofen kam. „Das gibt es morgen bei uns auch“, zeigte sich die Owschlagerin begeistert von dem neuen Rezept.

Alle Teilnehmerinnen waren sich einig: Das war eine tolle Veranstaltung, die unbedingt wiederholt werden soll. So verabredeten die Frauen ein Wiedersehen in einigen Wochen. Dann werden die Owschlagerinnen ihre Lieblingsrezepte zubereiten und sich dabei gerne von ihren ausländischen Kochpartnerinnen assistieren lassen. Auch die Volkshochschule hat schon zugestimmt, die Räumlichkeiten der internationalen Frauenkochgruppe ein weiteres Mal zur Verfügung zu stellen. Und bei der Kommunikation hilft vielleicht wieder eine junge Dolmetscherin: Sarah aus Syrien hatte ihre elfjährige Tochter Rama dabei, die in der Schule bereits Deutsch gelernt hat.

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