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LZ-Serie : Verliebt in das Rauschen des Mühlenbachs

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

LZ-Serie „Lieblingsorte – Lieblingsplätze“: Anneliese Aye ist begeistert von ihrem Heimatort

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Was verbindet Menschen mit dem Ort, in dem sie leben? Welche Erinnerungen werden wach? Und an welche Lieblingsplätze kehren sie gern zurück? Mit alteingesessenen Bürgern unternehmen wir einen Spaziergang durch ihre Heimatgemeinde. In dem heutigen Teil der Serie führt Anneliese Aye durch Elsdorf-Westermühlen.


Für Anneliese Aye ist Elsdorf-Westermühlen mehr als nur ein Ort zum Wohnen und Leben. „Es ist meine Heimat, wir leben einfach gerne hier“,sagt sie. Zu ihren Lieblingsplätzen gehören an erster Stelle ihr Haus und der Garten in Westermühlen. „Es ist unser kleines Paradies“, erzählt sie. 40 Jahre wohne sie jetzt dort in unmittelbarer Nähe zu ihrem Geburtsort, einem Bauernhof erbaut im Jahr 1743 direkt bei der historischen Wassermühle. Als jüngstes von fünf Kindern hat sie ihre Kindheit und Jugend auf dem Hof verbracht, bevor sie früh heiratete und für acht Jahre wegzog. Vier Jahre wohnte sie in Hohn und vier Jahre in Lohe-Föhrden. Doch für sie und ihren Mann Dieter stand fest, dass sie wieder zurück nach Westermühlen wollten. „Wir hatten damals großes Glück, dass wir dieses Grundstück erwerben konnten. Deshalb zählen das Haus und der Garten zu meinen Lieblingsplätzen“, erläutert die 67-Jährige. Zum Wohlfühlen trage die tolle Nachbarschaft mit bei, zu der auch die südlichste Dänische Grundschule mit Kindergarten gehöre. „Ich finde es wunderschön, die Kinder spielen und singen zu hören“.

Mit ihrem zweiten Lieblingplatz an der Wassermühle und dem Mühlenbach verbindet sie ganz besondere Kindheitserinnerungen: „Am Bach haben wir gespielt und in dem Wasser gebadet. In unseren Zimmern konnten wir das Rauschen des Wassers hören. Wir sind mit dem Bachrauschen groß geworden“, erinnert sie sich. Der Dichter Theodor Storm habe hier seine Ferien verbracht, denn Westermühlen war der Geburts- und Heimatort von Storms Vater Johann-Casimir. Sein Gedicht über die Wassermühle aus dem Jahr 1837mit dem Titel „Westermühlen“ widmete er seinem Vater. „Die Heimat hier und hier dein erster Traum! Das Mühlrad rauscht, so lustig stäubt der Schaum“, so beginnt das Gedicht von Theodor Storm. „Für mich ist es zusammen mit dem Westermühlenlied der Inbegriff von Heimat, beide Texte drücken genau das aus, was ich empfinde“, erklärt Anneliese Aye.

Selbstverständlich beschränkt sich diese Heimatliebe nicht nur auf den Ortsteil Westermühlen, sondern umfasst den gesamten Ort, denn: „Elsdorf-Westermühlen hat viel zu bieten und es gibt hier alles, was man zum Leben braucht“, lobt sie die vorhandene Infrastruktur der Gemeinde. Zwar sei die Schule nicht mehr da, aber das Gebäude werde durch Kindergarten und Vereine weiterhin genutzt.

„Wer in seiner Freizeit aktiv werden will, findet genug Angebote“, erklärt die Elsdorferin und hebt das rege Vereinsleben des Dorfes hervor. Egal ob Sportverein, Feuerwehr, Sozialverband, Heimatverein, Rotes Kreuz sowie viele weitere Vereine, die Mitglieder belebten mit ihrem Engagement die Dorfgemeinschaft. Begeistert ist die Elsdorferin auch von der Natur und der Landschaft um den Ort herum sowie von dem großen Waldgebiet im Osten der Gemeinde. Somit sei Elsdorf-Westermühlen ein rundum schöner Ort, wo es sich leben lasse, fasst Anneliese Aye zusammen.

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