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Landeszeitung

18. Dezember 2017 | 22:15 Uhr

Verkehrschaos nach Lkw-Unfällen

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Erst Vollsperrung auf der B77 bei Kropp: Gefahrgutalarm! – Dann verstopft ein verunglückter Sattelschlepper auch die Ausweichstrecke L 39

shz.de von
erstellt am 10.Sep.2013 | 14:32 Uhr



Es ist die Hauptumleitungsstrecke für Lkw und den Schwerlastverkehr, der normalerweise die Rader Hochbrücke passiert: die B 77 zwischen Schleswig und Rendsburg. Die Zunahme des Verkehrs ist hier, so berichten Anwohner, in den letzten Wochen deutlich zu spüren. Doch was, wenn auch diese wichtige Umleitungsroute zurück auf die A 7 ausfällt? Mit diesem Szenario mussten sich Feuerwehr, Polizei und Straßenmeisterei gestern beschäftigen.

Gegen 11 Uhr ereignete sich zwischen Kropp und Tetenhusen ein folgenschwerer Lkw-Unfall. Der Fahrer eines mit 18 Tonnen Zitrussaft beladenen Lastzuges aus Dänemark hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war damit in den Straßengraben gekippt. Da aus den Fässern eine grünliche Flüssigkeit austrat und der genaue Inhalt zunächst unklar war, wurde vorsorglich Gefahrgutalarm ausgelöst. Ein Großeinsatz für die Feuerwehr lief an, die Bundesstraße 77 wurde voll gesperrt. Den Inhalt der Fässer betreffend konnte schnell Entwarnung gegeben werden, Einsatzkräfte des Löschzuges Gefahrgut aus Schleswig bestätigten, dass es sich lediglich um Lebensmittelflüssigkeit handelte.

Der Pkw- und Schwerlastverkehr musste wegen der Vollsperrung umgeleitet werden. Unter anderem wurden die Fahrzeuge über die Landesstraße 39, eine Nebenstrecke der B 77 umgeleitet. Lkw an Lkw passierte die schmalere Strecke, als es auch hier passierte. Ein bulgarischer Lkw geriet auf die weiche Bankette und rutschte in den Straßengraben. Das Chaos war perfekt, der Verkehr rund um Kropp kam zum Erliegen. Selbst in Büdelsdorf waren die Auswirkungen der Unfälle zu spüren.

Fieberhaft arbeiteten Polizei, Feuerwehr und Straßenmeisterei an einer Lösung. Der Verkehr wurde weiträumig, bereits ab Rendsburg umgeleitet. Schwierigkeiten hatten die Einsatzkräfte zunächst dabei, überhaupt an die Unfallstelle zu gelangen. Auf der schmalen Landesstraße gab es kaum Möglichkeiten, durch die lange Schlange an Lastkraftwagen vorbei zum verunglückten Sattelschlepper zu gelangen. Teilweise mussten Lkw rückwärts über Nebenstraßen manövrieren, um wieder auf die B 77 und in Richtung Rendsburg zu gelangen. Bis in den Abend hinein waren Spezialunternehmen und Feuerwehrleute mit der Bergung der beiden Fahrzeuge beschäftigt. In beiden Fällen musste die Fracht umgeladen werden, ehe die Lkw aus den Straßengräben gezogen werden konnten. Im ersten Fall waren es Fässer mit einem Gesamtgewicht von 18 Tonnen, im zweiten Fall Kunststoffkartons (24 Tonnen).

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