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Kanaltunnel bleibt teilgesperrt : Verkehrschaos: Landrat empfiehlt die Bahn

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Wie kommt man bloß nach Rendsburg, wenn Hochbrücke und Kanaltunnel Berufspendler auf die Geduldsprobe stellen. Der Landrat von Rendsburg-Eckernförde empfiehlt die Bahn.

Rendsburg | Die Oströhre des Rendsburger Kanaltunnels fällt wahrscheinlich als Entlastungsstrecke für die Rader Hochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal aus. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur halten es Tunnelexperten zwar für möglich, die laufende Sanierung auszusetzen und in der Oströhre eine Spur für den Verkehr in Richtung Norden herzurichten. Sie empfehlen dies aber nicht, weil der Aufwand gemessen am Nutzen zu groß wäre.
Der Rückbau der Baustelle und Sicherheitsmaßnahmen würden demnach mehrere Millionen Euro kosten und die Sanierung des Tunnels womöglich um ein Jahr hinauszögern - nach bisherigen Erkenntnissen bis ins Jahr 2016 hinein. Die Rader Autobahnbrücke ist seit mehr als zwei Wochen für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt. Die Reparatur der Pfeiler soll bis Ende November dauern. Bisher wurden zehn der 28 Pfeiler mit tonnenschweren Stahlkorsetts versehen, die der Stabilisierung des Bauwerks dienen sollen.
Rolf-Oliver Schwemer, der Landrat des Kreises Rendsburg-Eckernförde, empfiehlt Berufspendlern zwischen Rendsburg und Kiel unterdessen gemeinsam mit der Landes-Verkehrs-Servicegesellschaft (LVS) des Landes, wegen der Verkehrsbehinderungen auf die Bahn unzusteigen. Die Triebwagen der Deutschen Bahn fahren zwischen den beiden Städten in Stundentakt und brauchen für die Strecke eine halbe Stunde. Schwemer: "Natürlich ist die Bahnverbindung auch ohne die Baustelle an der Rader Hochbrücke eine gute Wahl. Gerade jetzt zeigt sich aber, wie wichtig gute Verbindungen mit dem öffentlichen Verkehr sind. Ich kann allen Pendlern nur empfehlen: Steigen Sie ein in die Bahn."

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erstellt am 14.Aug.2013 | 07:04 Uhr

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