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CycloCross : Verdreckt, aber stolz: Bartsch holt Bronze bei der DM

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Cross-Radfahrer der SG Athletico Büdelsdorf erreicht in Bayern Platz drei.

Die Deutschen Meisterschaften im CycloCross (früher: Querfeldein-Radfahren) der Senioren im nordbayrischen Döhlau waren nur etwas für Hartgesottene. Der 2,8 Kilometer lange Rundkurs entpuppte sich nicht nur als technisch äußert anspruchsvoll, sondern war auch schwer zu befahren. „Verwarzte“ Abfahrten über ein Maisfeld, das bis zu 40 Zentimeter tiefe Spuren aufwies, in die man bis zur Radachse eintauchte, sowie Schrägpassagen, die selbst den besten Steuerkünstlern nicht selten ein „über-den-Lenker-Absteigen“ bescherte, verlangten den Fahrern alles ab. Auch Manfred Bartsch von der SG Athletico Büdelsdorf, der bei den Senioren IV um die Medaillen kämpfte, bekam die Tücken des Kurses zu spüren. „Es war ein arges Herumgewürge, eigentlich technisch gar nicht machbar“, berichtete Bartsch. Dass der amtierende Landesmeister dennoch zufrieden die Heimreise antrat, lag daran, dass er besser als viele Konkurrenten die Widrigkeiten meisterte und nach fünf Runden hinter Karl-Heinz Jürß (RV Rostock) und Gerhard Hack (RSG Frankfurt) als Dritter über die Ziellinie fuhr. „Die intensive Vorbereitung hat sich ausgezahlt“, freute sich Bartsch.

Denn im Vorfeld hatte der Rendsburger endlose Kilometer auf der Autobahn zurückgelegt und im Rahmen des „Deutschland-Cup“, den er als Gesamtdritter beendete, an zahlreichen Rennen teilgenommen. Bartsch: „Das war unabdingbar. Denn eine vordere Platzierung beim Deutschland-Cup garantiert bei der Deutschen Meisterschaft einen Startplatz in der vorderen Reihe.“ Und das war bei den Titelkämpfen wichtig, wo es schon kurz nach dem Start ins schmale, tückische Gelände ging. „Ein guter Start ist dort schon die halbe Miete“, so Bartsch. Den erwischte er allerdings nicht und fiel bereits an der ersten Rampe auf Platz fünf zurück. Doch nach und nach machte der Rendsburger wieder Boden auf die Konkurrenten gut und arbeitete sich auf Rang vier vor. In der zweiten Runde profitierte Bartsch von einem Fahrfehler des vor ihm liegenden Michael Ziege. Ziege, immerhin Zweiter des Deutschland-Cup, versteuerte sich im Schlamm, so dass Bartsch an dem Berliner vorbeiziehen konnte. Jürß und Hack, die von Beginn an abwechselnd in Front lagen, waren indes nicht mehr einzuholen. Platz drei geriet allerdings auch nicht mehr in Gefahr, so dass Bartsch völlig verdreckt, aber stolz wie Oscar über die Ziellinie rollte.

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erstellt am 15.Jan.2014 | 06:31 Uhr

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