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Landeszeitung

12. Dezember 2017 | 17:43 Uhr

Verbandsvorsteher kündigt Rückzug an

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Hansotto Berndsen verändert seinen Wohnsitz / Schulverband Hohenwestedt muss sich im nächsten Jahr einen neuen Leiter suchen

shz.de von
erstellt am 14.Nov.2014 | 14:59 Uhr

Die Baumaßnahme ist fast abgeschlossen: Diese gute Nachricht teilte Hansotto Berndsen in der Verbandsversammlung des Schulverbands Hohenwestedt mit. Womit der Verbandsvorsteher die Gestaltung des Schulhofs und der Grünanlagen der „Schule Hohe Geest“ (SHG) meinte, die nach der Fertigstellung des zweiten Erweiterungstrakts noch zu erledigen war. „Der Zaun ist fertig, die Tore sind eingebaut, jetzt fehlen nur noch die letzten Sitzgelegenheiten.“

„Die Fahrradständer sind nicht so zahlreich, sondern von der Anzahl her sehr begrenzt“, meldete sich in der anschließenden Einwohnerfragestunde Hauke Delfs von der SHG-Schülervertretung zu Wort: „Da möchte ich für eine schnelle Lösung plädieren.“ Berndsen sicherte dem Schüler zu, dass möglichst schnell zum Frühjahr zusätzliche Fahrradstellplätze eingerichtet werden sollen.

Seine Pkw-Parkplätze in der Parkstraße will der Schulverband auch den neuen Eigentümer der Tennishalle, der ein Fitnessstudio samt Indoor-Fußballanlage eröffnen will, nutzen lassen. Die Kommunalpolitiker billigten einen Vertrag mit dem neuen Halleneigentümer, in dem festgelegt wird, dass „der Bauherr dem Schulverband Hohenwestedt als Gegenleistung für die Nutzung der Stellplätze das Recht einräumt, das Fitnessstudio und die Indoor-Fußballanlage sechs Stunden je Woche für Schulsportzwecke zu benutzen“.

Begonnen hatte die Verbandsversammlung mit Erläuterungen von Schulleiter Hans Christian Behrendt zu den Auswirkungen des neuen Schulgesetzes auf die SHG. „Wir sind 2008 angefangen als Gymnasium im Entstehen mit Regionalschulteil“, erklärte Behrendt, „und die Regionalschule gibt’s jetzt auch noch.“ Allerdings als auslaufendes Schulmodell, denn die Landesregierung hat das Aus für alle Regionalschulen bestimmt. Noch fünf Jahre gibt es an der SHG auslaufende Regionalschulklassen, in denen ab Klasse 7 die Differenzierung in Haupt- und Realschüler erfolgt. „Das war unser System, mit dem wir sehr erfolgreich waren“, vermerkte Behrendt, „nun wünscht das Schulgesetz, dass die Schüler möglichst lange gemeinsam unterrichtet werden.“

Die SHG firmiert seit Schuljahrsbeginn als Gymnasium im Entstehen mit ebenfalls entstehendem Gemeinschaftsschulteil und auslaufenden Regionalschulklassen. „Dieses System gibt es nur sechs Mal in Schleswig-Holstein, dafür musste extra ein Sonderparagraf ins Schulgesetz eingefügt werden“, sagte der Schulleiter und listete die positiven Aspekte der neuen Schulform auf: Gemeinschaftsschüler können am Ende der Klassen 5 oder 10 aufs Gymnasium wechseln, Abitur nach acht oder neun Jahren, vier Abschlüsse unter einem Dach, kein Schüler muss die Schule wechseln, Inklusion durch feste Förderlehrkräfte. „Es ist dem Schulverband zu verdanken, dass alle Klassen eine hervorragende Ausstattung haben“, betonte Behrendt.

Nach der einstimmigen Annahme des Haushaltsplans für 2015 (Verwaltungsetat: 3 902 400 Euro, Vermögenshaushalt: 893 100 Euro, Verbandsumlage: 1 818 000 Euro) verkündete Hansotto Berndsen, dass er sein Amt in ziemlich genau einem Jahr aufgeben müsse: „Ich werde mich 2015 wohnlich verändern, kann dann in der Gemeindevertretung kein Mandat mehr wahrnehmen und folglich auch nicht mehr als Verbandsvorsteher fungieren, und darum wird sich der Schulverband um einen neuen Verbandsvorsteher kümmern müssen.“

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