Leichtathletik : Unwägbarkeiten stören Läufer nicht

Aufmerksamkeit war im engen Start- und Zielbereich geboten: Die späteren Sieger Fynn Gräber (Nr. 38) und Patrick Hoffmann (Nr. 392) waren von Beginn an in der Spitzengruppe dabei.
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Aufmerksamkeit war im engen Start- und Zielbereich geboten: Die späteren Sieger Fynn Gräber (Nr. 38) und Patrick Hoffmann (Nr. 392) waren von Beginn an in der Spitzengruppe dabei.

Enge Startzone und Baumstämme auf der Strecke des 24. Westerrönfelder Dorflaufs sorgen kaum für Probleme.

shz.de von
18. Mai 2015, 05:46 Uhr

Die Lauffreude stand den Aktiven des 24. Westerrönfelder Dorflaufes förmlich ins Gesicht geschrieben. Ungeduldig warteten über 130 Läuferinnen und Läufer darauf, dass Organisator Gerhard Claußen und Dieter Windeler, 1. Vorsitzender des Westerrönfelder SV, das Startzeichen gaben. Das war verständlich, denn die Aktiven im Alter von 11 bis 81 Jahren fanden am Freitagabend über die Distanzen 6,6 Kilometer (Schülper Waldrunde) und 10,3 Kilometer (Bramkamprunde) beste Bedingungen vor.

In diesem Jahr entschieden sich die Veranstalter für eine Verlegung des Start- und Zielbereichs. „Bisher lagen die ersten einhundertfünfzig Meter im Schatten. Bei entsprechender Witterung sind die Teilnehmer dann immer durch den Matsch gelaufen“, erklärte Cheforganisator Gerhard Claußen. Bei der diesjährigen Auflage ging es also sofort über einen gepflasterten Weg, allerdings gab es dabei auf den ersten 50 Metern ein dichtes Gedränge, weil nur ein enger Korridor zur Verfügung stand. „Das aber ist nicht anders möglich“, sagte Claußen. Von diesen Gegebenheiten ließen sich die Läufer aber ebenso wenig stören, wie durch einen dicken Baumstamm, der die entsprechende Passage zu einer Crosslauf-Strecke machte. „Das war schon in Ordnung“, bekannte Fynn Gräber (SG Athletico Büdelsdorf) der die 6,6 Kilometer-Distanz souverän in 26:26 Minuten gewann. Der Vize-Landesmeister (Mannschaft- /Straßenlauf) wiederholte seinen Vorjahressieg. „Mit der Zeit bin ich zufrieden. Im Wald musste man sich konzentrieren, denn hier und da gab es doch Wurzeln. Da kann man schon mal stolpern“, meinte Gräber. Platz 2 ging an den zwei Jahre jüngeren Morten Dierks von der LG Rendsburg/Büdelsdorf. „Ich wollte eigentlich gar nicht starten, denn ich bin erkältet. Es ist für mich aber gut gelaufen. So gut war ich hier noch nie platziert“, strahlte Dierks, der nach 27:59 Minuten das Ziel passierte.

Die 10,3 Kilometer-Strecke stand ganz im Zeichen von Patrick Hoffmann (Tria Echterdingen/Stuttgart). Hoffmann ist Triathlet und nahm den Besuch bei seiner Oma Elfriede in Westerrönfeld zum Anlass, wieder einmal beim Dorflauf zu starten. Nach der bewährten Stärkung mit Omas schmackhaftem Rharbarber-Kuchen lief er in 38:01 Minuten vor Christian Reebe (BBC Rendsburg/39:31 Minuten) einen souveränen Sieg ein. „Das war für mich ein Trainingslauf im Rahmen der Vorbereitung auf die bevorstehende Triathlon-Saison. Ich hätte allerdings gern stärkere Konkurrenz gehabt“, so Hoffmann.

Bei den weiblichen Teilnehmern über die 6,6 Kilometer-Strecke siegte mit Janne Schreber (SG Athletico Büdelsdorf/29:18 Minuten) ebenfalls eine Triathletin. „Diese Distanz war für mich ungewohnt. Aber das ging schon“, sagte sie. Rang 2 gab es für Anna Peters (Schacht-Audorf) in 32:19 Minuten. Auf der Bramkamp-Runde siegte mit Johanna Mahrt-Thomsen (ALG VfL Bokel) eine Läuferin, die bei regionalen Läufen stets zur Spitze zählt. In 44:29 Minuten war ihr der Sieg vor Vereinskollegin Julia Lieck (45:18 Minuten) nicht zu nehmen. „Das ist eine schöne Strecke. Im Wald war es angenehm kühl“, meinte die Damendorferin.

„Das war wieder ein voller Erfolg. Das Wetter hat prima mitgespielt“, zog Gerhard Claußen mit seiner vielköpfigen Helferschar ein positives Fazit.

Alle Ergebnisse unter: www.wetzstopp.de


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