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Leitprojekte : Unterstützung für eine neue Brücke?

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

13 Kommunen haben neue Leitprojekte für die Entwicklungsagentur vorgestellt. Geplant ist zum Beispiel eine neue Eiderbrücke.

von
erstellt am 25.Okt.2013 | 11:54 Uhr

Wann immer in der Region kommunale Investitionen anstehen, kommt irgendwann unweigerlich die GEP ins Spiel. Dieser Zusammenschluss von 13 Kommunen heißt inzwischen Entwicklungsagentur und plant die Zukunft der Wirtschaftsregion Rendsburg auf freiwilliger Basis gemeinsam. Einer der wichtigsten Punkt ist ein finanzieller Interessenausgleich: Alle Mitglieder zahlen in einen regionalen Strukturfonds ein, aus dem regional bedeutsame Projekte gefördert werden. Am Mittwochabend wurden auf der Regionalkonferenz Vorhaben vorgestellt, die möglicherweise Geld aus dem gemeinsamen Topf erwarten können.

Der finanziell größte Brocken kommt aus der kleinen Gemeinde Nübbel. Die Eiderbrücke, die den Ort mit der Kreisstraße 47 am Nord-Ostsee-Kanal verbindet, scheint in einem noch desolateren Zustand zu sein, wie die Rader Brücke. Die Gemeinde hat deshalb beschlossen, das bröckelnde Bauwerk aus dem Jahr 1958 abreißen und neu bauen zu lassen. „Der Weg über die Eider ist die kürzeste Verbindung nach Rendsburg er wird von Schulkindern, Berufstätigen, aber auch von Touristen, Joggern, Wanderern und Radfahrern genutzt“, argumentierte der Bernd Brommann , der Leitende Verwaltungsbeamte des Amtes Fockbek. Die Gesamtkosten bezifferte er auf 1,7 Millionen Euro. Dafür soll ein vier Meter breiter, behindertengerechter Überweg entstehen, der für Fußgänger und Radfahrer gedacht ist, im Notfall aber auch von einem Rettungswagen genutzt werden kann. Der Antrag an die Entwicklungsagentur lautet über 281 000 Euro.

Auf Unterstützung aus dem gemeinsamen Topf der Kommunen hoffen unter anderen auch die Gemeinden Jevenstedt und Schülp, die eine 3,2 Kilometer lange Verbindungsstraße mit einem Radweg ausstatten wollen. An den Gesamtkosten von 1,036 Millionen Euro soll sich die Entwicklungsagentur mit 300 000 Euro beteiligen.

Hatten die Mittel in dem gemeinsamen Fonds in den vergangenen Jahren stets ausgereicht, um fast alle berechtigten Anträge zu genehmigen, ist inzwischen eine Wende eingetreten, wie der Vorstands-Vorsitzende Frank Thomsen berichtete. Aus diesem Grund soll nun ein Punkte-Bewertungssystem eingeführt werden, mit dem die Begehrlichkeiten möglichst gerecht und nachvollziehbar in eine Prioritätenliste eingeordnet werden.

Der Zusammenschuss der Kommunen hat überregional und sogar international Interesse hervorgerufen – aber nicht nur bei Kommunen, die von dem Modell lernen wollen. Wie Thomsen berichtete, gab es eine Anfrage, ob denn die Einnahmen der Gesellschaft nicht möglicherweise versteuert werden müssten. Wie es sich für eine gute Verwaltung gehört, ging man auf Nummer sicher. Eine kostenpflichtige Anfrage beim Finanzamt sollte Licht ins Dunkel bringen. Nach vier Wochen Bearbeitungszeit, so berichtete Frank Thomsen, kam die Auskunft, dass man keine verbindliche Auskunft geben können. Kostenpflichtig war die Geschichte allerdings immer noch – den Preis allerdings nannte Thomsen vorsichtshalber nicht. Auf die Frage, wie man denn nun weiter verfahren solle, sagte der Vorsitzende: „Wir machen weiter wie bisher. Wir haben auch gar keine andere Chance.“

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