Vorschlag zur Entschuldung der Stadt : Unternehmer fordern Rettungsschirm für Rendsburg

Der Unternehmensverband Mittelholstein (UVM) gibt dem schleppend angelaufenen Bürgermeister-Wahlkampf mit einer radikalen Idee Zündstoff.

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24. August 2012, 12:59 Uhr

Rendsburg | Um den hochverschuldeten Haushalt der Stadt nachhaltig zu sanieren, fordert der Verband ein interkommunales Bewirtschaftungs- und Finanzkonzept - eine Art Rettungsschirm der Region für Rendsburg.
UMV-Vorsitzender Jens van der Walle beschrieb am Vormittag den Vorschlag eines ortsübergreifenden Entschuldungsfonds so: Über eine Laufzeit von 15 Jahren würde sich der Verwaltungs- und Sanierungshaushalt zu gleichen Teilen durch die Stadt Rendsburg, durch die in der Gebietsentwicklungsplanung (GEP) organisierten Umlandkommunen und durch Mittel aus dem interkommunalen Finanzausgleich speisen. Auf Rendsburg laste, so van der Walle zur Begründung, "die gesamte soziale Daseinsvorsorge für die Region". Die für die Gegenfinanzierung dringend erforderlichen Gewerbesteuereinnahmen hingegen flössen in die Kassen der Umlandkommunen, da es in Rendsburg kaum noch neue Gewerbeflächen gebe. Dieses strukturelle Problem könne die Stadt nicht im Alleingang lösen.

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