zur Navigation springen
Landeszeitung

23. Oktober 2017 | 08:51 Uhr

Basketball : Unter Druck

vom
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Für die Rendsburg Twisters zählt im Heimspiel der 1. Basketball-Regionalliga gegen den BBC Magdeburg heute nur ein Sieg. Die Gäste reisen als Tabellenletzter an, dürfen nach Ansicht von Twisters-Trainer Bjarne Homfeldt aber nicht unterscätzt werden.

shz.de von
erstellt am 28.Nov.2015 | 06:00 Uhr

„Ein Pflichtsieg?“ Bjarne Homfeldt schüttelt vehement den Kopf. „Wer so etwas fordert, der hat keine Ahnung von Basketball.“ Denn die Tabelle in der 1. Regionalliga Nord spiegelt für den Coach der Rendsburg Twisters nicht die wahre Leistungsstärke des heutigen Gegners wieder. Zwar ist mit dem BBC Magdeburg das Schlusslicht der Liga in der Herderhalle zu Gast (19.15 Uhr), Homfeldt hält es aber für vermessen, von vornherein zwei Punkte gegen die „Otto Baskets“, wie sich die Magdeburger nennen, einzuplanen. Und dass nicht nur, weil die Sachsen-Anhaltiner am vergangenen Wochenende mit dem 78:74 gegen den BBC White Devils Cottbus ihren ersten Sieg im achten Spiel feierten. „Von der individuellen Stärke gehört Magdeburg für mich ins obere Tabellendrittel und nicht ans Ende“, sagt Homfeldt und begründet seine These: „Mit dem US-Amerikaner Tyshawn Bell haben die einen der stärksten Spieler der Liga. Auch der jüngst verpflichtete französische Center und der spanische Aufbauspieler haben den ohnehin schon guten Kader noch einmal verstärkt.“ Dass die Gäste das Tabellenende zieren, ist dem Umstand geschuldet, dass sie erst wenige Tage vor Saisonbeginn das erste Mal zusammen trainiert haben. Homfeldt: „Das erste Spiel in Bernau haben sie mit 47 Punkten verloren, danach sind sie immer besser geworden. Es wäre fatal, diesen Gegner zu unterschätzen.“

Gleichwohl lässt der Rendsburger Coach, der lediglich auf den verletzten Sven Gottschalk verzichten muss, keinen Zweifel daran, dass er den Gästen nach Spielende nicht zum zweiten Saisonsieg gratulieren will. „Es ist ein extrem wichtiges Spiel für uns, das wir gewinnen müssen. Wir haben nichts zu verschenken.“ Ein Erfolg täte nicht nur dem Punktekonto gut – die Twisters liegen mit vier Zählern auf Rang 11 –, sondern auch dem Selbstvertrauen. „Wir sind noch zu labil“, sagt Homfeldt und verweist auf die jüngste 58:95-Niederlage bei den Hannover Korbjägern. Nach gutem Beginn brachen die Twisters völlig ein. „Es ist ein Teufelskreislauf. Wenn wir unter Druck geraten, macht sich Unsicherheit breit und wir verlassen unsere spielerische Linie. Dann vertrauen wir nicht mehr auf das, was uns stark macht. Dass es die Jungs besser können, haben sie ja vor zwei Wochen beim Sensationssieg gegen die BSW Sixers gezeigt. Bitterfeld ist sicher stärker als der heutige Gegner. Daraus aber abzuleiten, dass wir Magdeburg von der ersten Minute an beherrschen, ist illusorisch.“

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert